Cologne Crocodiles tun sich zunächst schwer beim 51:16 Sieg über Hamburg

Cologne Crocodiles vs Hamburg Huskies © Thomas H. Berschet & Nadine BartzEs war 21:15 Uhr, als Hauptschiedsrichter Heinz Sauer den Spielball in den Kölner Abendhimmel streckte und die ursprünglich auf 15:00 Uhr angesetzte und letztlich zum Sunday Night Game mutierte Partie des Aufsteigers Cologne Crocodiles gegen Tabellenschlusslicht Hamburg Huskies beendete. Gegen 12:00 Uhr mittags erreichte die Nachricht über einen Getriebeschaden am Bus der Gäste die anwesenden Kölner Footballer im Sportpark Höhenberg. Die Verantwortlichen beider Teams besprachen das Für und Wider einer Spielabsage mit Nachholtermin oder eben die Verschiebung des Kick Offs in den Abend. Die Hamburger Spieler befanden sich ja bereits auf dem Weg nach Köln und könnten mit einem Ersatzbus – nur eben Stunden später, als geplant – in Köln zum Spiel eintreffen. Letztendlich entschied man sich, den Spielbeginn auf 18:00 Uhr zu verlegen. Die anreisenden Zuschauer wurden bereits vor den Eingängen und die übrigen frühzeitig über die sozialen Medien informiert. Viele ließen es sich nicht nehmen, von den hervorragenden Catering Angeboten ausgiebig Gebrauch zu machen, sich in aller Ruhe mit den zahlreichen Fanutensilien einzudecken und sich an den diversen Gewinnspielen oder dem Fieldgoalwettbewerb zu beteiligen. Auch die fantastischen Tanzeinlagen der Cologne Cheerdance wurden an diesem herrlichen Sommernachmittag gebührend quittiert und frenetisch gefeiert.

Cologne Crocodiles vs Hamburg Huskies © Thomas H. Berschet & Nadine BartzUm 18:00 Uhr dann konnte die Partie endlich angepfiffen werden. Doch zunächst schien es, als würde sich der Aufsteiger aus der Domstadt mit dem verspäteten Anstoß schwerer tun, als der erst nach elfstündiger Anreise kurzfristig am Spielort eingetroffene Gast aus dem Norden, der zudem nur mit 33 Spielern auf dem Spielberichtsbogen anreiste. Hamburg begann mit dem Kick Off. Kölns Angriff konnte jedoch zunächst nicht viel mit dem Ballrecht anfangen und überließ dem Tabellenschlusslicht kurze Zeit später deren erste Angriffssequenz. Erst kurz vor der Kölner Endzone konnte die Verteidigung der Crocodiles den Ball erobern. Dies geschah jedoch zu kurz vor der Endzone, so dass es der Kölner Ballträger nicht mehr aus der Endzone heraus ins offene Feld schaffte und von der Verteidigung der Hanseaten zu einem Safety gestoppt werden konnte. Plötzlich führte der freche Gast um seinen Cheftrainer Sean Embree mit 0:2. Sichtlich noch nicht ins Spiel gefunden, mühten sich die Gastgeber im Folgenden, ihren treuen Fans endlich Domstadtfootball zu liefern. Spielmacher Benjamin Mentges schickte mit einem Pass von der eigenen 28 Yard Linie seinen Ballempfänger Trevor Alan Vasey auf die Reise. Vasey setzte den Turbo ein und schloss mit einem 72 Yard Touchdown ab. Doch der folgende Zusatzkick wurde von Noah Plöttner rechts an die Stange gesetzt, so dass es „nur“ zum knappen 6:2 Anschluss reichte. Kölns Verteidigung um ihren Defense Koordinator und Headcoach Patrick Köpper konnte im Anschluss weitere Punkte für die bisher in dieser Saison in acht Partien sieglosen Huskies verhindern. Wieder auf dem Feld komplettierte Mentges seinen nächsten Pass auf seinen Mitspieler Olaf Fries für annähernd 70 Yard. Die sogenannte Two Point Conversion, das erneute Erreichen der Endzone, vollendete dann wieder Trevor Alan Vasey und es stand 14:2 für den einzigen NRW Vertreter in der höchsten deutschen Spielklasse. Bei diesem Stand wurden nun zum ersten Mal die Seiten gewechselt.

Cologne Crocodiles vs Hamburg Huskies © Thomas H. Berschet & Nadine BartzHamburg konnte erneut am Punkten gehindert werden und der Kölner Angriff kam wieder auf das Feld. Doch leider konnte im weiteren Verlauf der Kölner Ballträger denselben eben nicht tragen und verlor den Ball. Dieser konnte von den Gästen und zum erneuten Angriffsrecht gesichert werden. Nun fand der im Hinspiel vor zwei noch verletzt pausierende US Quarterback der Schlittenhunde John Uribe seinen erneut überragenden Passempfänger Maximilian Donalies in der Kölner Endzone. Nach erfolgreichem Zusatzkick konnten sie somit auf 14:9 aufholen. Köln wirkte indes in dieser Phase des Spiels weiterhin fahrig. So erlaubte sich der Aufsteiger zahlreiche Strafen und wurde so letztendlich zum erneuten Punt an den Gegner gezwungen. Hamburgs Spielmacher Uribe nutzte die Chance und schockte die Hausherren letztlich mit einem Quarterback Sneak in die Endzone und nach erneut erfolgreichem Kick durch Benjamin Hamelmann der erneuten Gästeführung bei 14:16. Doch postwendend nach dem Kick Off fand Kölns Benjamin Mentges erneut mit einem langen Pass, diesmal auf Olaf Fries, seinen Empfänger in der Endzone. Kick durch Noah Plöttner und die Crocodiles führten wieder – wenn auch knapp – mit 21:16. Dem Hamburger Angriff lief nun die Zeit davon und sie versuchten noch mit einem Fieldgoal Versuch aufzuschließen. Der Kick geriet jedoch links daneben und so ging es mit der knappen Kölner Führung in die Pause.

Cologne Crocodiles vs Hamburg Huskies © Thomas H. Berschet & Nadine BartzNach einer für alle Anwesenden wahrnehmbaren deutlichen Halbzeitansprache von Offense Koordinator David Odenthal und den anderen Coaches ließen die Kölner nun nichts mehr anbrennen. Zunächst erlief Kölns Ausnahmeathlet Kevin Anthony Parks seinen Touchdown zum 27:16. Die folgende Two Ponit Conversion scheiterte jedoch. Nachdem die Kölner Verteidigung um den starken Andreas Klinge die Hanseaten wieder vom Feld drängte, erreichte Benjamin Mentges mit einem weiteren zielgenauen Pass über 28 Yards erneut Olaf Fries in der Endzone. Nach erfolgreichem Zusatzpunkt von Noah Plöttner schraubte man auf 34:16. Den Gästen waren nun doch langsam die Strapazen anzumerken und die Gegenwehr brach in sich zusammen. Köln schaffte noch ein Fieldgoal durch Noah Plöttner von etwa der 18 Yard Linie, bevor beim Stand von 37:16 zum letzten Mal die Seiten gewechselt wurden.

Cologne Crocodiles vs Hamburg Huskies © Thomas H. Berschet & Nadine BartzAuf Seiten der Crocodiles zog nun Rookie Quarterback Jan Weinreich die Fäden, der zunächst seinen Receiver Dominik Geiter zum Touchdown bediente, bevor Noah Plöttner auf 44:16 erhöhte. Hamburg hatte im weiteren Verlauf noch einmal das Glück auf seiner Seite, als sie sich gezwungen sahen, den Ball im vierten Versuch weit aus der eigenen Hälfte zu punten. Kölns US Import Anthony Rivers, jr., wurde aus Crocodiles Sicht so unglücklich angeschossen, dass der Ball nun frei wieder abprallte und auf Höhe der Kölner 45 Yard Linie erneut in den Armen eines Hamburgers landete. Doch auch aus diesem erneuten Angriffsrecht konnten die Gäste gegen die nun konzentriert aufspielenden Aufsteiger kein Kapital schlagen. Jan Weinreich beendete den langen Tag mit einem Kurzpass auf Moritz Schnippe, der den Ball die restlichen 30 Yards in die Endzone trug. Noah Plöttner markierte mit seinem Kick den 51:16 Endstand. Letztendlich bleibt noch eine Hinausstellung des Hamburger Defensive Lineman Sergio Sa Borges Dju nach wiederholten persönlichen Fouls zu erwähnen. Headcoach Patrick Köpper ärgerte sich im Abschlussinterview über die anfangs der Partie trotz der Warnungen im Vorfeld doch gezeigte lasche Einstellung einiger seiner teils noch sehr jungen Spieler. Des Weiteren mahnte er direkt an, dass bereits das nächste Spiel in Hildesheim gegen die Invaders nochmals ein anderes Kaliber sein wird.

Cologne Crocodiles vs Hamburg Huskies © Thomas H. Berschet & Nadine BartzNun haben die Crocodiles erst einmal eine kurze Verschnaufpause von drei Wochen. Die Pause lässt das Trainergespann auch auf die Regeneration einiger auch in dieser letzten Partie wieder verletzten Spieler hoffen. Das nächste Spiel findet am Samstag, den 29.07.2017 in Hildesheim statt (Kick-Off 16:00 Uhr). Die dort ansässigen Invaders brennen naturbedingt auf Revanche für die in Köln erlittene 41:26 Auftaktniederlage. Der Aufsteiger aus der Domstadt steht mit nunmehr fünf Siegen in acht Partien (10:6) punktgleich mit den Berlin Rebels auf dem vierten Tabellenplatz. Mit dem Abstieg sollte man somit wohl nichts mehr zu tun haben, eher hält man Tuchfühlung auf die Play-Off Plätze. Hildesheim mit bisher nur einem Sieg bei sechs Niederlagen (2:12) muss hingegen noch um den Klassenerhalt bangen. Man steht punktgleich mit den einzig besiegten Berlin Adlern derzeit auf Platz sechs. Dahinter folgt nur noch Hamburg mit 0:18 Punkten. Zum Saisonende warten auf die Cologne Crocodiles noch die Partien gegen die starken Dresden Monarchs sowie den amtierenden Deutschen und Europameister New Yorker Lions Braunschweig sowohl auswärts, als auch zuhause in Höhenberg. Dazwischen steht noch die Reise zum Rückspiel bei den Berlin Adlern an.

Bildquelle Facebook: Thomas H. Berschet & Nadine Bartz

 

 

       

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