Crocodiles Beat The Unbeaten Rebels

Am Sonntag gaben die mit vier Siegen in die Saison gestarteten Berlin Rebels ihre Visitenkarte im heimischen Sportpark Höhenpark ab. Sie waren damit mit dem Deutschem Meister und tags zuvor verteidigtem Eurobowl Sieger Braunschweig New Yorker Lions sowie den tags zuvor gegen die bisher ebenfalls ungeschlagenen Monarchs aus Dresden mit 49:42 siegreichen Kiel Baltic Hurricanes einer von drei noch ungeschlagenen Teams in der Liga und somit gegen den Aufsteiger sicher favorisiert. Zudem war ja auch bereits das Heimspiel gegen die Crocodiles mit 14:6 am zweiten Spieltag gewonnen worden, wobei Köln lediglich zwei Fieldgoals vergönnt wurden.

GFL Cologne Crocodiles vs Berlin Rebels © Thomas H. Berschet & Nadine BartzDie heimischen Krokodile begannen die Partie mit dem Kick-Off und brachten so die Gäste zunächst in Ballbesitz. Von der zuletzt so gescholtenen Kölner Verteidigung, die an diesem Tag von Anfang an jedoch gut aufgelegt war, wurde jedoch von Anfang an gut Druck auf die Gäste aus Berlin verübt. An der 38 Yard Linie verlor der Gästeangriff das Spielgerät und die Heimverteidigung konnte dieses für die eigenen Farben sichern. Direkt im Folgespielzug marschierte Kölns Ausnahme Runningback Kevin Anthony Parks eben diese 38 Yard in die Endzone der Hauptstädter und nach erfolgreichem Kick von Noah Plöttner zur 7:0 Führung. Somit hatte der Kölner Angriff gleich im ersten eigenen Spielzug des Tages mehr Touchdowns gegen die Rebels geschafft, als noch im gesamten Hinspiel. In der Folge neutralisierten sich die Angriffs- und Verteidigungsreihen gegenseitig. Bis zum ersten Seitenwechsel sollten keine weiteren Punkte hüben wie drüben mehr eingefahren werden.

GFL Cologne Crocodiles vs Berlin Rebels © Thomas H. Berschet & Nadine BartzDoch nun zeigte Berlin, dass und warum sie als heißer Play-Off Kandidat gehandelt werden. Immer wieder mit abwechslungsreichem Gameplan kämpfte man sich übers Feld und Berlins Spielmacher James Harris schloss per Pass zum Touchdown und nach erfolgreichem Extrapunkt zum 7:7 auf. Kölns Spielmacher Benjamin Mentges ließ sich nicht lange bitten und legte im Folgenden per Pass auf seinen Ballempfänger Olaf Fries zum Touchdown auf und nach Kick von Noah Plöttner war der alte Abstand mit 14:7 wiederhergestellt. Doch auch diese Punkte konnte Berlin umgehend zum 14:14 ausgleichen. Den folgenden Kick der Rebels retournierte Kevin Anthony Parks unter frenetischem Jubel der zahlreich erschienenen Zuschauer unwiderstehlich fast übers gesamte Feld, bevor er dann doch noch an der gegnerischen 12 Yard Linie vom kickenden Team ins Aus gedrängt werden konnte. Allerdings stellten sich die verbleibenden 12 Yards dank der starken Gästeverteidigung als schwerer heraus, als dem Team um Offense Koordinator David Odenthal und seiner Coaching Crew recht sein konnte. So entschied man sich im vierten Versuch auf Nummer sicher zu gehen und erzielte durch Noah Plöttner weitere drei Punkte zur erneuten Führung. Kurz vor der Halbzeit kamen die Hauptstädter ihrerseits nochmal in Feldtornähe, vergaben den Kick jedoch neben die Stangen. So ging man denkbar knapp mit 17:14 in die Pause. Hier war wie bereits im Hinspiel noch lange nichts entschieden.

GFL Cologne Crocodiles vs Berlin Rebels © Thomas H. Berschet & Nadine BartzAnfangs der zweiten Halbzeit kam es dann zu einer unschönen Szene, als Berlins Defense Back Jamaal White wegen illegalen Helmkontakts von der erneut souveränen Schiedsrichtercrew um Hauptschiedsrichter Dirk Schrader des Platzes verwiesen wurde. Nach der ebenfalls fälligen Raumstrafe fand Benjamin Mentges seinen US Receiver Trevor Vasey mit einem sehenswerten Pass über 49 Yards in der Endzone. Noah Plöttner verwandelte ebenfalls seinen Extrakick und die Hausherren schraubten das Zwischenergebnis auf 24:14. Für den Berliner Angriff reichte es bei ihrem nächsten Angriffsrecht lediglich zu einem Feldtor von der 22 Yard Linie und zum 24:17 Anschluss. Benjamin Mentges überbrückte mit seinen Mannen weiterhin mit Pässen auf Olaf Fries, Trevor Vasey und Ramin Akhlagi das Feld. Kevin Anthony Parks überwand dann die fehlenden etwa 20 Meter in die Endzone und Noah Plöttner erhöhte per Kick auf 31:17. Der Berliner Angriff schob sich indes ebenfalls Meter um Meter an die Kölner Endzone heran und gipfelte erneut in einem Touchdownpass von James Harris auf den an diesem Tag überragenden und extra für dieses wichtige Spiel eingeflogenen Alex Tounkara. Der Extrakick ging jedoch daneben und so stand es 31:23. Der Angriff der Berliner konnte sodann von der starken Defense um Headcoach und Defense Koordinator Patrick Köpper wieder zum Befreiungskick gezwungen werden. Hiernach wurde der Kölner Angriff seinerseits von den Hauptstädtern unter Druck gesetzt, bevor ein weiterer Pass von Benjamin Mentges im dritten Versuch von der 12 Yard Line auf Trevor Vasey von diesem spektakulär mit einer Hand noch aus der Luft gesichelt jedoch letztendlich nicht gesichert werden konnte. Der folgende Fieldgoalversuch ging knapp links an den Stangen vorbei. Die Domstadtverteidiger um die wieder genesenen Christoph Rodenbach, Andreas Klinge und den Neuimport aus Hawaii, Makani Kema-Kaleiwahea, setzten Rebels Spielmacher Harris nun so unter Druck, dass dieser den Ball im letzten Moment nur noch zum Pass ansetzen konnte, der wiederum von Crocodiles Verteidiger Max Otte abgefangen wurde. Nun wurden zum letzten Mal die Seiten gewechselt.

GFL Cologne Crocodiles vs Berlin Rebels © Thomas H. BerschetDas packende Duell auf Augenhöhe ging nun in seine letzte Runde. Es wurde sich weiterhin nichts geschenkt. Die Crocodiles kamen noch zu einem weiteren Fieldgoal durch Noah Plöttner zum 34:23 bevor Berlin in der Folge einen weiteren Touchdownpass zum 34:29 Endstand verwandelte. Die Seitenlinie der Hauptstädter um Headcoach Kim Kuci entschied nach kurzer Beratung für zwei Zusatzpunkte zu versuchen, erneut in die Kölner Endzone zu gelangen. Nach mehreren Ballübergaben unter diversen Angreifern konnten die Rebels letztendlich von der Kölner Verteidigung an weiteren Punkten gehindert werden. In der knappen verbleibenden Zeit versuchten die Domstädter noch einmal alles, um nochmals zu punkten und somit den direkten Vergleich aus dem Hinspiel mit minus acht noch wenigstens auszugleichen oder mit einem weiteren Touchdown vielleicht sogar für sich zu entscheiden. Letztendlich brachte man sich jedoch durch mehrere Strafen aufgrund Unachtsamkeiten sogar noch aus Feldtorreichweite, so dass das Spiel mit einer Kölner Fünfpunkteführung abgepfiffen wurde.

Köln konnte somit seine Bilanz wieder ausgleichen und steht mit nunmehr drei Siegen bei drei Niederlagen weiterhin auf Platz 5 der Tabelle in der GFL Nord. „Ich bin stolz auf mein junges Team und froh, dass auch die Defense – nicht zuletzt auch wegen der Rückkehr der verletzungsbedingt ausgefallenen Spieler sowie Neuzugang Makani Kema-Kaleiwahea – ein tolles Spiel gemacht hat. Ich denke auch, dass wir in den nächsten Wochen an Makani noch eine Menge Spaß haben werden und sicher in der Zukunft noch der ein oder andere Spielzug speziell für ihn kreiert werden wird. Auch Quarterback Benjamin Mentges und sein Angriff hat erneut ein Superspiel gemacht, ganz anders als z.B. noch im Hinspiel in Berlin. Die Rebels sind ja jetzt auch keine Kindergartentruppe. So ein Team hält man auch nicht mal soeben unter 30 Punkte.“, so Coach Patrick Köpper.

Kommendes Wochenende haben die Kölner erst einmal spielfrei bevor es am Samstag, den 24.06.2017 nach Hamburg zu den Huskies geht. Die Huskies stehen derzeit mit sechs Niederlagen ohne Sieg am Tabellenende und spielen nächste Woche zunächst in Dresden. Das nächste Heimspiel bestreiten die Crocodiles erst am Sonntag, den 09.07.2017 (Kick Off 15:00 Uhr) im Flughafenstadion im Sportparkt Höhenberg beim Rückspiel gegen eben diese Hamburg Huskies.

 

Bildquelle: Thomas H. Berschet & Nadine Bartz (komplettes Album ansehen)

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