Crocodiles beenden Saison mit 30:11 Niederlage in Hildesheim

Am Samstag bestritten die Cologne Crocodiles als Aufsteiger in die GFL Nord zum Abschluss der Vorrunde ihr zuvor wegen Unwetters abgesagtes Auswärtsspiel gegen die Hildesheim Invaders und mussten sich in ihrem letzten Spiel 2017 in der ersten Liga mit 30:11 geschlagen geben.

Am ersten Spieltag setzte sich der Aufsteiger und einzige NRW Vertreter in der höchsten deutschen Spielklasse noch mit einem 41:26 Heimsieg gegen die Invaders in beiderseitiger Bestbesetzung deutlich durch. Beim Rückspiel am Ende der diesjährigen Vorrunde sah es dann schon anders aus. Beide Teams standen verletzungsbedingt buchstäblich mit den letzten Aufgeboten auf und neben dem Feld. Die Rheinländer hatten diese Saison sage und schreibe an die 25 Ausfälle zu beklagen und waren letztendlich nur noch mit 32 Spielfähigen angereist. Und auch dies war nur möglich, durch die umgehende Installation der nach Ablauf deren Saison aus der Jugend ausgeschiedenen Seniorspieler sowie bereits fast der ganzen Saison Unterstützung aus der CrocoZwo. Die immensen Abstimmungsprobleme blieben somit weder aus noch unbemerkt. Für die tabellenmäßige Endabrechnung ging es nur noch um die berühmte „Goldene Ananas“. Köln stand bereits vor der Partie als Tabellenfünfter und Gegner Hildesheim als -siebter fest.

21586587_1323792234416384_4863856694886954645_oZunächst begann der Aufsteiger sein letztes Saisonspiel mit dem Kick Off und brachte so zunächst die Niedersachsen in Ballbesitz. Doch ebenso wie in der Folge die Crocodiles trennte man sich bereits nach jeweils drei Versuchen per Befreiungskick wieder vom Angriffsrecht. In ihrem zweiten Drive machten es die Invaders dann besser und es zeigten sich bereits deutliche Defizite auf Seiten der Kölner. Gleich zweimal „gönnte“ sich der verteidigende Spieler, kurz vor dem avisierten Ballempfänger bei weiten Pässen des Hildesheimer Spielmachers auszurutschen und diesen somit unbehelligt für großen Raumgewinn zugreifen zu lassen. Mit einem abschließenden Pass über zehn Yards in die Kölner Endzone von Nelson Hughes auf Hildesheims besten Receiver Paul Bogdann sowie anschließendem Extrapunkt durch ihren Kicker Jonas Kretschmann schlossen die Angreifer (engl. Invaders) zur 7:0 Führung ab. Nachdem sich der Crocodiles Angriff um Quarterback Jan Weinreich erneut früh vom Feld schlich, schaffte es die Kölner Verteidigung von Headcoach und Defense Koordinator Patrick Köpper zumindest, zunächst keinen weiteren Touchdown der Gastgeber zuzulassen. Jedoch konnten sie den Führungsausbau auf 10:0 aufgrund eines erfolgreichen Fieldgoals von der 15 Yard Linie nicht verhindern.

Nach dem ersten Seitenwechsel folgten zwei herausragende Läufe von Kölns Dean Tanwani bis weit in die gegnerische Hälfte. Kaan Aksen brachte sodann mit seinem Fieldgoal über 36 Yards zumindest die ersten Punkte für die Rheinländer zum 10:3 Anschluss aufs Board. Hildesheim überrannte die Kölner Verteidigung immer wieder mit Pässen über die rechte Seite und schloss erneut mit einem Pass – diesmal über verbleibende 5 Yards – ab. Nach erneut erfolgreichem Kick stand es somit bereits 17:3. Die Crocodiles schafften es vor der Pause nochmals mit einem langen Drive bis an die gegnerische 1 Yard Linie zu gelangen. Bei unter einer Sekunde verbleibender Spielzeit wurde jedoch zumindest die Chance auf weitere drei Punkte aufgrund eines Regelverstoßes gegen die Rheinländer zunichtegemacht. Die Hildesheimer lehnten die Bestrafung nämlich zugunsten der auslaufenden Uhr ab.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit kamen nun wieder die Domstädter in Angriffsrecht. Nach einem von den Invaders gesicherten Fumble gaben sie dieses dann aber auch kurz darauf wieder ab. Hildesheim bedankte sich mit einem weiteren Touchdown Pass über 54 Yards und anschließendem Kick zur 24:3 Führung. Nun packte Kölns Quarterback Jan Weinreich an der 45 Yards Linie einen Pass aus und erreichte damit jedoch leider nur einen Gegenspieler auf Höhe etwa der gegenüberliegenden 30 Yard Linie. Hiermit endete dann auch das dritte Viertel. Die Seiten wurden für beide Teams zum letzten Mal dieses Jahr gewechselt.

21457592_1323791347749806_3529930859697090892_oDie Verteidigung der Crocodiles hatte dann nochmal ein Erfolgserlebnis, als sie die ebenfalls nicht wirklich zwingend aufspielenden Hausherren gleich dreimal auf Höhe der 3 Yard Linie stoppten und somit „nur“ ein weiteres Fieldgoal zum 27:3 kassierten. Nun folgte der wohl kurioseste Spielzug dieser insgesamt zerfahrenen Partie. Zunächst fumblete Kölns Spielmacher, von der ihm abgewandten Seite für ihn überraschend beim Passversuch getacklet („Blind Side“), den Ball, der daraufhin von einem Bördestädter aufgenommen und weit zurückgetragen wurde. Doch auf dem Weg in Richtung der Kölner Endzone verlor nun auch dieser seinerseits den Ball, der in der Folge wieder von einem Spieler der Crocodiles für einen somit erneuten ersten Versuch der Kölner an der 20 Yard Linie erobert werden konnte. Letztendlich reichte es für den Kölner Angriff dann noch bis zur 47 Yard Linie zu gelangen und hier erneut den Ball in die gegnerische Hälfte zu punten. Der Hildesheimer Angriff warf nun auch mal den Ball in die Arme der Kölner in Person von Fabian Weitz, der diesen auch sehenswert bis an die gegnerische 38 Yard Linie zurück tragen konnte. Abgeschlossen wurde diese Chance dann von Jan Weinreich mit einem 14 Yard Pass in die Endzone der Gastgeber auf Martin Emos zum 9:27 Anschluss. Kölns Sideline um Offense Koordinator David Odenthal entschied sich, für zwei Punkte zu gehen, statt für einen Punkt zu kicken. Aufgrund einer Strafe gegen Hildesheim wurde die Distanz zur gegnerischen Endzone nochmals auf 1,5 Yard halbiert. Spielmacher Jan Weinreich ließ sich nicht zweimal bitten und überwand selbst diesen Abstand hinter seiner Offense Line zum 11:27 Zwischenstand. Längst entschieden hielt die Kölner Verteidigung gegen Ende die Invaders nochmals an der Kölner 6 Yard Line dreimal, sodass abschließend der Hildesheimer Kicker zum 30:11 Endergebnis erfolgreich aufs Feld kam.

21587355_1323791637749777_6056816651564960282_oDer wieder zahlreich mitgereiste Kölner Anhang der 702 Zuschauer in Hildesheim bedankte sich jedenfalls mit Transparenten „Danke für die Saison“ bei den Spielern. Abschließend bleibt somit festzuhalten, dass der Aufsteiger stark in die Saison gestartet ist und anfangs sogar auswärts die jetzigen Play Off Teilnehmer Berlin Rebels sowie Kiel Baltic Hurricanes auswärts sogar fordern konnte. Mit zunehmender Saisondauer und Häufung der Verletzten sowie des unrühmlichen und klammheimlichen Abgangs des letztendlich doch charakterschwachen Hawaiianers Makani Falefuafua Kema-Kaleiwahea wurde es jedoch zunehmend schwerer, das Level und die gestiegenen Erwartungen zu halten. Auch scheint einigen der noch sehr jungen Spieler erst im Laufe der Saison bewusst worden zu sein, dass Talent alleine in dieser Liga nicht ausreicht um auf Dauer zu bestehen. So sagte denn auch Kölns Headcoach Patrick Köpper im Abschlusshuddle nach dem Spiel zu seinen Jungs, dass man mit dem vorliegenden Talent so eine Saison mit etwa vier bis fünf Siegen wohl auch in Zukunft schaffen könne. Jedoch eben auch nicht mehr. Für den nächsten Schritt müsse man sich in der nun angebrochenen spielfreien Zeit – jeder Einzelne – klar werden, was man wolle. Kraft- und Ausdauertraining, regelmäßiges Erscheinen bei den Mannschaftstrainings, eigenverantwortliche Nutzung der vom Verein zur Verfügung gestellten Videoanlysen, etc., sei für ein erfolgreicheres Abschneiden unumgänglich. „Natürlich kann man mit dem fünften Platz in der Aufstiegssaison mehr als zufrieden sein. Auch bedanke mich ausdrücklich für das gezeigte Engagement auch unserer Importspieler, allen voran natürlich Kevin Anthony Parks, der als Ausnahmeathlet mit seiner Leistung Liga weit für Furore gesorgt hat.“, so Köpper weiter. „Jetzt ist erst mal Regeneration und Besinnung auf die kommenden Aufgaben angesagt. Sicherlich wird es auch noch eine mannschaftsinterne Abschlussfeier geben“, schließt Offense Koordinator David Odenthal ab.

Trotz der Niederlage und natürlich etwas geknickt, feierte das Team auf der Rückfahrt in die Domstadt dann doch etwas die insgesamt gelungene Saison.

 

Bildquelle: Hildesheim Invaders (Mut Tis Knipserei)

       

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