Crocodiles Rumpfteam siegt 27:38 bei Berlin Adler

06Der Aufsteiger und einzige NRW Vertreter in der GFL, der höchsten Deutschen Footballliga, kehrte am frühen Sonntagmorgen mit einem am Ende ungefährdeten 27:38 Sieg am Vorabend aus der Hauptstadt zurück und steht nunmehr bei sechs Siegen und fünf Niederlagen vorübergehend auf dem vierten Tabellenplatz der Gruppe Nord. Konkurrent Berlin Rebels rutschte nach der zeitgleichen 38:45 Niederlage gegen die Dresden Monarchs auf den fünften Platz hinter die Krokodile. Die verletzungsbedingt dezimierten und mit zahlreichen ehemaligen Jugendspielern aufgefüllten Domstädter reisten bereits Freitagabend mit nur 34 Spielern zum abstiegsgefährdeten Hauptstadtclub an die Spree. Zunächst musste der Kick Off um 45 Minuten verschoben werden, weil fünf der siebenköpfigen Schiedsrichtercrew aus Hamburg anreisten und nicht rechtzeitig am Poststadion nahe des Hauptbahnhofs Berlin eintrafen. Zum einen fand an diesem Nachmittag die Bundesligapartie von Hertha gegen Stattgart und zum anderen eine Großdemo statt, die den Bahnverkehr zeitweilig zum Erliegen brachten.

02Nach dem Kick Off der Kölner um 16:45 in den Berliner Nachmittagshimmel konnte die Partie dann aber doch endlich vor 510 Zuschauern beginnen. Die Adler, mit nur einem Sieg bei bisher zehn Niederlagen, zeigten vor eigenem Publikum ausdrucksstark ihren Willen die Liga halten zu wollen und erzielten rasch ihren ersten First Down. Doch bereits der nächste Angriffsversuch wurde von der Kölner Verteidigung um Defense Koordinator und Headcoach Patrick Köpper nach drei weiteren Spielzügen zum Befreiungskick gezwungen, da die benötigten weiteren zehn Meter nicht überbrückt werden konnten. Nun kam der eigene Angriff um Spielmacher Benjamin Mentges aufs Feld. Doch nach zunächst verheißungsvollem Auftakt verlor der Ballträger in der Folge den Ball. Berlins Angel Cabrera Venegas konnte diesen sichern und erneut den Angriff aufs Feld schicken. Diesmal wussten die Hauptstädter mehr aus ihrem Angriffsrecht zu machen und gingen mit einem sehenswerten Pass über 25 Meter von Quarterback Niko Fortino auf Max Zimmermann und erfolgreichem Zusatzkick durch Manuel Lewerenz mit 7:0 in Führung. Doch Kölns Angriff mit US Ausnahmeathlet Kevin Anthony Parks bewegten den gesamten Nachmittag unwiderstehlich den Ball in Richtung gegnerische Endzone und genau durch diesen nach abschließendem 23 Yard Lauf ihren raschen 7:7 Ausgleich (Kick Kaan Aksen). So wurden für einige überraschend bei ausgeglichenem Spielstand zum ersten Mal die Seiten gewechselt.

04Berlin stemmte sich jedoch gegen eine weitere Niederlage und schaffte nach starker Defense Leistung der Domstadtfootballer am Ende ihres Drives immerhin mit einem Fieldgoal aus 45 Yards (!) durch Kicker Manuel Lewerenz die erneute Führung mit 10:7. Die Crocodiles indes erliefen sich dann weiter Meter um Meter und schickten am Ende Kevin Anthony Parks zu seinem zweiten Touchdown Lauf in die Berliner Endzone zum 10:14. Kaan Aksens Zusatzkick erfolgte nämlich wieder präzise zwischen die Stangen. Kölns Verteidigung stoppte den Adlerangriff wieder und so kam der Angriff der Rheinländer zu ihrem nächsten Angriffsrecht. Diesmal erlaubte sich Mentges jedoch einen Wurf in die Arme des Gegners und verhinderte so den Ausbau der Kölner Führung. Die wache Verteidigung der Gäste stoppte den Adler Angriff erneut und zwang sie so an aus fünf Metern zu ihrem zweiten Fieldgoal zum 13:14 Anschluss. Bei knapp werdender Zeit schafften die Kölner dann bei etwa 40 Sekunden vor der Halbzeit ihrerseits noch einen Schuss von Kaan Aksen durch die Stangen aus 20 Metern zum knappen 13:17 Pausenstand.

Mit dem ersten Angriffsrecht aus der Pause gestartet erlief Köln Nummer 1 Kevin Anthony Parks seinen dritten Touchdown des Tages und schraubte mit dem erfolgreichen Kick von Aksen das Ergebnis auf 13:24. Die Kölner Verteidigung hielt und Kölns Nachwuchs Jan Weinreich auf der Spielmacherposition schickte seinen Angriff nach kurzer Behandlungspause von dem etatmäßigen Quarterback Benjamin Mentges übers Feld. Gekrönt wurde dies von einem Lauf über 45 Yards durch die gegnerische Verteidigung von Parks zur zwischenzeitlich deutlichen 13:31 Führung.

03Nachdem zum letzten Mal die Seiten gewechselt wurden, setzte die erneut von Offense Koordinator David Odenthal erfolgreich geleitete Angriffsmaschinerie zunächst Moritz Schnippe mit einem langen Pass von Weinreich in Szene. Andre Frisch mit einem 8 Yard Lauf sowie Kaan Aksen mit seinem Kick schlossen auf 13:38 die Angriffsserie aus Kölner Sicht erfolgreich ab. Nun gönnte sich die Kölner Verteidigung jedoch ihre Auszeit und ließ die in dieser Phase trotz des vermeintlich deutlichen Spielstandes nie aufsteckenden Berliner zur Entfaltung kommen. Zunächst fand Berlins Spielmacher Fortino seinen Ballempfänger Sydney Plewinski für 47 Yards zum 20:38 Anschluss (Kick Manuel Lewerenz erneut erfolgreich). Auf Kölner Seite erwartete man wohl einen kurzen Kick und konnte den doch normal ausgeführten nur mit Mühe nach erstmaligem Fallenlassen auf Höhe der eigenen 16 Yard Linie sichern. Dann erlaubte sich auch Jan Weinreich seine Interception und fand mit Shaquille Frederick nur die dankbaren Hände des Gegners. Berlin stand also erneut in der Kölner Hälfte im Angriff. Trotz zahlreicher Strafen zurück geworfen fanden die abstiegsgefährdeten Hauptstädter im Ergebnis ihren Receiver Bryan Zerbe in der Gästeendzone. Kicker Manuel Lewerenz traf ebenfalls und Berlin kam auf 27:38 heran. Den nun durchgeführten kurzen Onside Kick der Berliner konnten die Rheinländer jedoch für sich erobern, in der Folge aber nicht zu weiteren Punkten ummünzen. Im Gegenteil geriet der folgende Punt viel zu kurz und Berlin kam an diesem Abend zum letzten Mal mit ihrem Angriff aufs Feld. Wiederholte Strafen gegen den Gastgeber sowie einer nun wieder hellwachen Kölner Verteidigung konnte weitere Punkte verhindern. Abschließend brauchten die Crocodiles nur noch den Sieg über Zeit zu bringen und knieten das Spiel bei auslaufender Uhr ab.

„Ich bin sehr stolz auf mein Team heute. Mit nur 34 Mann und ersatzgeschwächt nach dieser langen Anreise hat mein junges Team heute gut gekämpft und verdient den Sieg mitgenommen. Gegen Ende haben wir uns leider wieder zu viele Fehler erlaubt, die es in der Folge auszumerzen gilt. In dieser starken Liga muss mein junges Team weiter lernen, dass man auf Dauer so nicht bestehen können wird. Dem stets fairen und nie aufsteckenden Gegner der Berlin Alder, mit denen uns eine lange und bewegte Geschichte verbindet, danken wir und wünschen wir für die kommenden Aufgaben alles Gute.“, so Headcoach Köpper am Ende.

Als nächstes erwarten die Crocodiles nächsten Sonntag, den 27.08.2017, um 15:00 Uhr, den mit seinem 43:13 Sieg vergangen Samstag gegen die Hildesheim Invaders bereits erneut als Tabellenerster im Norden feststehenden amtierenden Deutschen und Europameister New Yorker Lions aus Braunschweig. Das Hinspiel verlor der Aufsteiger vor drei Wochen respektabel mit 35:7.

Bildquelle © Berlin Adler

       

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