Crocodiles weiter Heimstark

Sonntagnachmittag empfingen die Aufsteiger aus der Domstadt ihren ewigen Konkurrenten vergangener Tage aus der Hauptstadt, die Berlin Adler. War sich der Trainerstab um Headcoach Patrick Köpper nach der Videoanalyse des Gegners sicher, gegen die Adler etwas ausrichten zu können, ahnte doch niemand den am Ende fulminanten und historischen 63:0 Heimsieg.
Die Crocodiles empfingen ausnahmsweise anfangs den Kick-Off des Gegners aus der Metropole an der Spree. Gleich in der ersten Angriffssequenz schickte Kölns Spielmacher Benjamin Mentges seine Mannen Meter um Meter Richtung generische Endzone. Schlussendlich schloss Kevin Anthony Parks einmal mehr mit einem Powerlauf in der Berliner Endzone ab. Nach erfolgreichem Kick von Noah Plöttner führten die Gastgeber früh mit 7:0. Im folgenden Angriffsversuch warf Gästequarterback Paul Zimmermann das Spielgerät etwa auf Höhe der eigenen 30 in die Hände der Kölner Verteidigung. Dieses Geschenk ließen sich die Hausherren nicht nehmen und überbrückten mit ihrem Angriff die fehlenden Meter, gekrönt von einem 1 Yard Lauf erneut von Kevin Anthony Parks und anschließendem Kick von Noah Plöttner zum 14:0 Zwischenstand. Doch damit war der Kölner Hunger noch lange nicht gestillt. Nach der vermeidbaren und der mangelnden Ausbeute der Offense geschuldeten 10:27 Auswärtspleite in Kiel eine Woche zuvor, wollte dem Kölner Angriff an diesem Tag fast alles gelingen. Erneut durch eine starke Leistung der Verteidigung gepusht erlief Kölns Nummer 1 Kevin Anthony Parks seinen dritten Touchdown des Tages in Folge, diesmal über gleich 65 Yards. Nach Extrapunkt Noah Plöttner stand es somit schnell 21:0.

Die Verteidigung der Crocodiles hielt abermals den Angriffsbemühungen der Adler stand und zwang diese erneut zu einem Befreiungskick. Wiederum im Angriffsrecht marschierte die von Offenseguru David Odenthal gesteuerte Angriffsformation der Kölner um Spielmachen Benjamin Mentges einmal mehr in Richtung der gegnerischen Endzone. Mit einem Pass über ca. 30 Yards fand er schließlich seinen Bruder Florian Mentges zum Touchdown in der Endzone. Extrapunkt Noah Plöttner und es stand bereits vorentscheidende 28:0 für die Gastgeber vom Rhein und dies war erst das Startviertel.

Bereits nach dem ersten Seitenwechsel nahm man auf Kölner Seite schon etwas Gas raus. Doch die Kölner Verteidigung, erneut von Headcoach und Defense-Koordinator Patrick Köpper hervorragend eingestellt, ließ den Hauptstädtern weiterhin keine Chance zur Entfaltung. Direkt am Anfang des Spielabschnitts wurde der Berliner Spielmacher an der 30 Yard Line zu Boden gebracht, sodass die Crocodiles erneut in Angriffsrecht gelangten. Eigengewächs Andre Frisch erlief mit 50 Yards die Hälfte des Feldes und nach erfolgreichem Kick von Noah Plöttner das 35:0. Der Berliner Angriff fand an diesem Tage nicht statt und wurde wieder mal zum Punt gezwungen. Diesmal gönnte sich der ansonsten fehlerfrei spielende Crocodiles Spielmacher seinerseits einen Fehlwurf in des Gegners Arme. Jedoch ließ die starke Crocodiles Verteidigung an diesem Nachmittag nichts anbrennen und stoppte die Adler ein weiteres Mal. Im folgenden Angriff wurde dann Widereceiver Olaf Fries mit einem Pass von Benjamin Mentges und nach Extrapunkt von Noah Plöttner zur 42:0 Führung von mustergültig bedient. Mit diesem Ergebnis ging es dann in die Halbzeitpause.

Nach Wiederanpfiff spielten die Kölner bereits ohne ihre US Spieler zum Teil mit ihren Backups, damit auch diese ganz in der Philosophie von Headcoach Köpper Spielpraxis erlangen können. Doch das gleiche Bild. Die Defense der Domstädter ließ nichts zu und dem Angriff gelangen Meter um Meter Raumgewinn. Nun durfte sich auch Quarterback Benjamin Mentges mit einem Lauf über 16 Yards selbst in die Liste eintragen. Er erzielte nach erfolgreichem Zusatzkick seines Bruders Florian Mentges den Touchdown und den Ausbau der Führung auf 49:0. In der Folge schafften auch die Adler, die Crocodiles mal aus ihrer Endzone raus zu halten. Die Kölner Coaches entschieden sich im vierten Versuch und lang für einen Fieldgoalversuch aus 32 Metern für sicher geglaubte 3 weitere Punkte. Der von Florian Mentges ausgeführte Kick verunglückte jedoch gewaltig und ging links neben die Stangen. Nun wurden zum letzten Mal die Seiten gewechselt.

Im Schlussabschnitt hatten die nie aufsteckenden Gäste aus der Hauptstadt weiterhin keine Chance gegen die konzentriert aufspielende Kölner Verteidigung. Benjamin Mentges bediente noch den aus der eigenen Jugend heraufgekommenen Ramin Akhlaghi mit kurzem Passspiel, den dieser nach sehenswertem Lauf vor den Augen seines vor dem Spiel gerade erst in die Crocodiles Hall-of-Fame gewählten Vaters und Trainers Alireza Akhlaghi 52 Yards später in der Berliner Endzone abschloss. Nach Zusatzkick von Florian Mentges stand es in dieser längst entschiedenen und einseitigen Partie 56:0. Auch die Ehrenpunkte wollten den Adlern nicht gelingen und die Crocodiles fanden sich kurz vor Spielende erneut in der Berliner Spielhälfte. Den Abschluss zum 63:0 Endstand erzielte dann noch Noah Aarass per Pass von Benjamin Mentges über 12 Yards und anschließendem Kick von Florian Mentges.

Auch wenn die Berliner, im Übrigen erst in der Nacht vor dem Spiel, stark ersatzgeschwächt anreisten, schmälert dies doch nicht die konsequent gesteigerte Leistung der Crocodiles. Die Fehler aus dem Kielspiel wurden von den Trainern und Spielern gut analysiert und fast gänzlich ausgemerzt.

Folgerichtig sichtlich stolz zeigte sich denn nach dem Spiel auch Headcaoch Patrick Köpper:

„Mein junges Team hat die Woche wirklich hart und zielgerichtet gearbeitet. Besonders stolz bin ich vor allem auch auf die bewusst eingesetzten Backups, die ein Wahnsinnsspiel geliefert haben. Leider mussten wir auch in diesem Spiel wieder einige Verletzungen, vor allem in der Defenseline, hinnehmen. Zusammen mit den bereits erlittenen Ausfällen in den ersten Spielen gerade in diesem Bereich, gilt es, dies bis zum nächsten Spiel irgendwie zu kompensieren.“ 

 

Kommenden Samstag erwartet den Aufsteiger bereits die nächste schwierige Aufgabe, geht es doch nach Berlin zu den Stadtrivalen des soeben geschlagenen Gegners, die Berlin Rebels. Die Rebels sind als Viertelfinalist des Vorjahres ungleich stärker einzuschätzen. Das nächste Heimspiel bestreiten die Crocodiles dann am 28.05.2017 (Kick Off 15:00 Uhr) im Rückspiel gegen die Kiel Baltic Hurricanes ausnahmsweise in der letztjährigen Spielstätte auf der Bezirkssportanlage Chorweiler (!), Merianstraße.

Bildquelle © 66Photography, Fotograf: Johannes Jungmann

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