Die Cologne Crocodiles gingen im ersten Spiel der Raubtiere leer aus

Über 3.200 Zuschauer sahen am gestrigen Samstag das erste Footballspiel der diesjährigen GFL Saison der Cologne Crocodiles im Braunschweiger Eintracht Stadion an der Hamburger Straße. Mit 23:6 (7:0, 0:6, 13:0, 3:0) gewannen die New Yorker Lions gegen die Cologne Crocodiles bei äußerst winterlichen Temperaturen.

Die Cologne Crocodiles begannen mit einer starken ersten Halbzeit und absolut ebenbürtig gegen den Gradmesser Braunschweig. Das kräftemessende Spiel war ein erstes Herantasten und ließ später nicht nur den beiden Verteidigungsreihen bei Schnee und Kälte heiß werden.

Der Spielbeginn begann mit dem Kick-Off durch Braunschweigs Kicker Tobias Goebel (#4). Der Kölner Quarterback Jan Weinreich (#12), beschäftigte die Braunschweiger Defense zu Beginn sehr gut, ebenso wie der nur schwer zu stoppende Kölner Runningback Colby Goodwyn (#3). Bereits mit seinem zweiten Versuch zeigte Weinreich, warum die Cologne Crocodiles sich dieses Jahr als einziges GFL Team im Norden auf ihren deutschen Nachwuchs auf der Spielmacherposition festlegen. Nach und nach erhöhte die Defense der Lions den Druck auf Weinreich, der trotzdem zielsicher seinen Wide Receiver Jake Isabel (#2) fand. Durch einen ankommenden guten Wurf von Goodwyn auf seine Wide Receiver Ramin Akhlaghi (#14) und Jake Isabel gelang es den Cologne Crocodiles auf die 38-yard Line vorzudringen, bevor dort, wegen einem nicht erfolgreichen vierten Versuch, der Ball an die Braunschweiger ging.

Für die Niedersachsen übernahm erstmals der neue Quarterback Brandon Connette (#7) den Angriff und führte sein Team mit drei Spielzügen bis dicht an die Endzone der Rheinländer. Hier punktete er mit einem Lauf aus einem Yard Entfernung und Unterstützung seines Runningback Christopher McClendon (#3) zum Ende des ersten Viertels auf 7:0.

Köln war zu dieser Zeit sehr engagiert und laufstark im Spiel, und doch gelang es den Braunschweiger Lions den Gegner Köln immer wieder zu bremsen. In der trotzdem stark aufspielenden Kölner Verteidigung stachen neben Mannschaftsteilkapitän Leon Littfinski (#52) besonders Marius Riepe (#26), Armin Klinge (#93) und Neuzugang Viliseni Fauonuku hervor. Letzterer machte dem Braunschweiger Spielmacher immer wieder zu schaffen und marschierte mit großer Regelmäßigkeit durch die Angriffsreihe. Allerdings geriet das Kölner Angriffsspiel doch teilweise ins Stocken.

Die Coaching Crew rund um Head Coach Patrick Köpper hatte schon seit einigen Tagen mit Verletzungspech in der O-Line zu kämpfen. Hier war nun zu schauen, wie das Team diese Startschwäche direkt zu Saisonanfang kompensieren kann. Zudem konnten in diesem Jahr viele neue Spieler auf Kölner Seite generiert werden. Diese im Kölner Spielsystem zu integrieren, brachte zwar einerseits mehr Spielqualität, mehr Tiefe und Perfektion in den einzelnen Positionen, benötigte aber dennoch eine intensive Einarbeitungszeit. Für den Kölner GFL Start bedeutete dies „direkt den Härtetest“, wie Head Coach Köpper im Braunschweiger Interview sagte. Allen Schwierigkeiten entgegenwirkend, spielten die Domstädter bis dahin insgesamt eine sehr gut und stark umkämpfte Partie.

Im zweiten Viertel gelang es schlussendlich dem starken Kölner Runningback Goodwyn seinem Team zu den ersten sechs Punkten zu verhelfen. So bereite er mit einem 38-yard Lauf zu Quarterback Weinreich und dessen Wide Receiver Dominic Gröne (#9), mit weiteren 9 Yards zur Endzone mit Tochdown, das 7:6 vor. Mit einer folgenden Interception verhinderte Braunschweigs Defensive Back Lars Steffen (#29) leider weitere Punkte der Kölner und erhielt so direkt das Angriffsrecht für die Lions.

Nach einer starken ersten Halbzeit ging es ins dritte Viertel. Aller Willenskraft zum Trotz der Domstädter fanden die New Yorker Lions nach der Pause besser ins Spiel. Auch der Kölner Angriff konnte wieder am Fortkommen gehindert werden. Nun folgte der Neckbreaker für die aufopferungsvoll kämpfenden Reptilien vom Rhein. Der Kölner Offenselinespieler Sven „Tattoo“ Breidenbach (#56) musste aufgrund eines unglücklichen Körperkontakts mit seinem Gegenspielerfür einen Spielzug verletzt vom Feld und Köln musste tief in der eigenen Hälfte punten, was folglich immer mehr Druck auf die Mannschaft von Head Coach Köpper aufbaute.

Zwar gelang es den Kölner Jungs noch den Drive von Braunschweigs Quarterback Connette abzuwehren, nachdem dann aber der Snap für Crocodiles Punter und Defensive Back Max Steffen (#29) zu tief kam und er dadurch viel zu viel Zeit zur Ausführung des Kicks benötigte, blockte Lions neuer Linebacker Basil Jonson (#2) den Punt. Eine Vorlage für seinen Teamkollegen und späteren gekürten MVP Lars Steffen (#29) den Ball in der Endzone zu versenken und auf 13:6 zu punkten. Braunschweiger Tobias Goebel führte den folgenden Spielzug des Kick-Off mit einem High Kick aus, wobei durch Fangen von Defensive Back Robin Papke (#17) auch bei den Lions der Ballbesitz blieb. Hieran fast nahtlos angeschlossenen, folgte wenige Spielzüge später das 20:6 durch BraunschweigsWide Receiver Nicolai Schumann (#86). Dieser wurde zuvor durch einen 30 Yard Pass von Teamkollege Connette bedient. Zum Abschluss dieses Viertels warf Crocodiles Eigengewächs Jan Weinreich seine zweite Interception des Spiels. Der weitere Angriff der Domstädter endete nunmehr in einer weiteren Interception der niedersächsischen Raubkatzen. Aufgehalten durch Braunschweigs Defensive Back Jamaal White (#30) konnte das Kölner Team keinen weiteren Lauf ausführen, dennoch einen weiteren Tochdown der Braunschweiger verhindern.

Zu Beginn des letzten Viertels erhöhte Kicker Tobias Goebel für Braunschweig, wenn auch mit viel Glück nach vorherigen zweimaligen Verschießens im Spiel und nun direkt am Gehäuse des Goal Post, abschließend durch ein 23 Yard Fieldgoal auf 23:6, was auch den späteren finalen Spielstand darstellte.

Die siegreichen Braunschweiger gehen dennoch angeschlagen aus diesem hart umkämpften Spiel heraus. Folgenreiche Spielverletzungen von Kevin Foitzek (#60) und Jan von Jürgensonn (#61) reißen ein großes Loch in die Offense Line der New Yorker Lions. Zum Ende des Spiels konnte zum Verletzungsstand noch keine Diagnose gestellt werden. Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungendies auf das folgende Rückspiel am kommenden Samstag in Köln zwischen beiden Mannschaften haben wird.

Kick-Off ist am 11.05.2019 um 17:00 Uhr im Stadion in Köln Höhenberg. Tickets sind noch an der Tageskasse erhältlich. Wer nicht vor Ort sein kann, aber gerne dabei sein möchte, kann den Livestream der Cologne Crocodiles auf YouTube aktuell mitverfolgen: https://live.cologne-crocodiles.de

Redaktion: Simone Krautmacher, Snake Helmut Wolters
Bildmaterial/Fotoquellen © Nadine Bartz (https://designicious.pixieset.com/)
© Marc Junge (all-about-football.de)

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