Europameister mit unerwarteter Mühe bei Aufsteiger Crocodiles zum 0:30 Sieg

Cologne Crocodiles vs New Yorker Lions © Thomas H. Berschet Die amtierenden Europa- und Deutschen Meister sowie erneut als Nordmeister der laufenden Saison ungeschlagen angereisten New Yorker Lions aus Braunschweig hatten so ihre liebe Mühe mit der an diesem Tag hervorragend aufgestellten Verteidigung der Rheinländer. Immer wieder an diesem Tag standen die von Defense Koordinator und Headcoach Patrick Köpper geleiteten Kölner goldrichtig und sorgten für mächtig Druck auf die Angriffsmaschinerie des Meisters. Die Löwenstädter wurden ein übers andere Mal zu Fehlern gezwungen, hinter der Angriffslinie gestoppt und am Punkten gehindert. So stand das letzte Heimspiel der Aufstiegssaison vor 1.263 Zuschauern im Höhenberger Sportpark denn auch bis weit ins dritte Viertel mit „nur“ 0:16 aus Kölner Sicht lange offen. Nicht auszudenken, wenn der eigene Angriff zu Punkten gekommen wäre.

Zunächst begann der Aufsteiger mit dem Kick Off und Meister Braunschweig gelangte dann auch rasch per akkuratem 19 Yard Pass auf Nathaniel Morris und erfolgreichem Zusatzkick zur frühen 0:7 Führung. Der Kölner Angriff um Starting Quarterback Benjamin Mentges bewegte in der Folge zunächst auch gut den Ball, kam gegen die Lions selbst zu zwei neuen First Downs. Auf Höhe der 42 Yard Linie befand sich der Ball dann jedoch plötzlich in den Händen des Gästeverteidigers David Müller und das Angriffsrecht war wieder passé. Aber die wie erwähnt starke Kölner Defense hielt bis zum ersten Seitenwechsel ihr Haus sauber.

Crocodiles vs NY Lions @Thomas H. BerschetIm zweiten Viertel kam das Team von Erfolgscoach Troy Tomlin zu ihrem zweiten Touchdown durch die Luft auf Nathaniel Morris zum 0:13. Diesmal versagte der Kicker jedoch. Läufe über Kevin Anthony Parks, Denis Dauben oder André Frisch, Pässe auf Trevor Vasey, Noah Arass oder Mark-Dennis Voigt. Der Kölner Angriff kam immer wieder zu Raumgewinn, nur in die Endzone sollte es an diesem Tag einfach nicht reichen. Crocodiles Verteidiger Phillip Troge fing bei der nächsten Gästesequenz einen Pass des Gästespielmachers Casey Therriault ab und übergab seinem Angriff somit die erneute Chance auf Punkte. Bei langsam auslaufender Uhr gelang man wieder nahe an die Endzone und den vermeintlich ersten Punkten. Doch an diesem Tag war einfach der Wurm drin. 18 Sekunden vor der Halbzeit war es Braunschweigs Verteidiger Christian Petersen, der den Pass in der Endzone als einziger fangen konnte.

Mit frischem Mut aus der Halbzeit gekommen sollte der Aufsteiger als erster wieder in Ballbesitz kommen. Doch Braunschweig stoppte auch diese Angriffsserie, als es am Ende beim Ausspielen des vierten Versuches nicht reichte, die verbleibenden Zentimeter zu überbrücken. Es war zum Verzweifeln. Offense Koordinator David Odenthal konnte seine ganze Erfahrung an Spielzügen hereingeben, aber seine Jungs scheiterten immer wieder knapp, dies in Zählbares umzumünzen. Selbst der Tausch auf der Spielmacherposition mit Jan Weinreich brachte nicht die erhoffte Initialzündung. Anders die weiterhin starke Verteidigungsreihe. Braunschweig wurde an der 4 Yard Linie gestoppt und kam so lediglich zu einem Fieldgoal und weiteren mageren drei Punkten zum 0:16 Zwischenstand. Bei einer weiteren Angriffssequenz der Lions wurde ebenfalls nur ein – wenn auch erfolgreicher – Fieldgoalversuch zugestanden. Aufgrund eines unerlaubten Griffs ins Gesichtsgitter des Gegners auf Seiten der Crocodiles und der resultierenden Strafe erhielten die Gäste jedoch plötzlich erneute vier Versuche, doch noch die Maximalausbeute mit einem Touchdown zu erreichen. Doch der Hausherr hielt erneut und der wiederum versuchte Kick von Tom van Duijn ging aus 48 Yards Entfernung daneben. Nichts war es mit weiteren Punkten. Für den Anspruch des mächtigen und seit zwei Jahren in Europa ungeschlagenen Meister kann dies so kurz vor den Play Offs nicht gereicht haben.

DSCF0199Es wurden zum letzten Mal die Seiten, aber rasch auch wieder das Angriffsrecht gewechselt. Jan Weinreich fand bei einem Pass leider nur die falschen Farben. Mit reichlich Wut im Bauch tankten sich die New Yorker Lions in Peron von Jabari Johnson letztendlich mit einem Lauf in die Kölner Endzone. Nach erfolgreichem Zusatzkick setzte man sich jetzt doch mit 0:23 ab. Den letzten Scheid kaufte Braunschweig dem aufopferungsvoll kämpfenden Aufsteiger dann ab. Kölns Angriff wurde wieder zu einem Punt gezwungen, der dann auch noch 60 Yards quer übers Feld von Nathaniel Morris postwendend zum 0:30 Endstand zurückgetragen wurde. Zwar ließ man für den Rest des Spieles weiterhin nichts mehr zu, aber ohne eigene Punkte musste man sich, wenn auch mehr als achtbar, geschlagen geben. „Braunschweig hat unsere Fehler mit seiner Klasse halt eiskalt ausgenutzt. Jedoch bin ich am Ende des Tages mehr als Stolz auf mein junges und ersatzgeschwächtes Team. Was wir mit unserem jungen 35 Mann Kader heute bei diesem starken Gegner gezeigt haben, lässt für die Zukunft hoffen. Unser Hauptaugenmerk diese Saison war sicher, in der höchsten Klasse anzukommen und uns zunächst zu etablieren. Dies ist uns glaube ich auch ganz gut gelungen. Wir haben jetzt noch zwei schwere Auswärtsfahrten vor uns und befinden uns derzeit rechnerisch noch in Play Off Reichweite. Für einen Aufsteiger sicher nicht so schlecht. Bedenkt man dann noch unser Verletzungspech und das wir von Tag zu Tag sehen müssen, mit welchem Spielermaterial wir arbeiten können, ist es mir um den Fortbestand unseres Programms nicht bange.“ so Headcoach Patrick Köpper.

Kommendes Wochenende geht es dann gegen den Tabellendritten in Dresden, bevor eine Woche später mit dem Nachholspiel in Hildesheim die Vorrunde beendet ist.

Bildquelle © Thomas H. Berschet

       

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