GFL-Mannschaft erneut ohne Punkte. Sieglos, aber nicht kampflos

Die Cologne Crocodiles trafen am Samstagnachmittag auf die Dresden Monarchs. Im Höhenberger Sportpark kämpfte die GFL-Mannschaft vor über 1.100 Zuschauern im zweiten Heimspiel der Saison und ging mit 0:17 (0:0/ 0:3/ 0:14/0:0) erneut leer aus. Die Gäste waren zuvor mit zwei Siegen (49:13 gegen die Düsseldorf Panther und 44:14 bei den Kiel Baltic Hurricanes) in die Saison gestartet, die Gastgeber mit drei Niederlagen (23:7 in und 7:45 zu Hause gegen die Braunschweig Lions sowie 31:14 zuletzt in Hildesheim). Dennoch ist die Motivation hoch und Kampfgeist mit großer Moral vorhanden. Erstmalig spielte der erst Montag aus Florida angereiste Neu-Quarterback Conor Miller in den Farben der Krokodile und führte sein neues Team an.
 

Den Münzwurf gewannen die Gäste und entschieden sich für den ersten Ballbesitz. Es folgte trotz aller Verletzungssorgen, gerade in der Kölner Verteidigungslinie, einmehr als beachtenswerter Auftritt der von Headcoach und Defense Coordinator Patrick Köpper eingestellten Crocodiles Verteidigungsformation. Mal um Mal konnte man den bisher stets mit an die 50 Punkte pro Partie erzielenden Angriff der Sachsen unter Druck setzen, so dass diese sich nicht entfalten konnten. Weder mit Lauf noch mit Passspiel war wesentlicher Raumgewinn zu erzielen. Jedoch auch die eigene Offense wurde von den Dresdnern stets wieder schnell vom Feld geschickt. Abstimmungsprobleme von Miller und seinen Vorderleuten, wie Gröne und Akhlaghi, waren zu dieser Zeit noch ausbaufähig. Die verletzungsbedingt teils sehr löchrige Offenseline, bekam so nicht die Zeit Raum für ihren Spielmacher erkämpfen zu können. Teilweise war der Gegner nach dem Snap gleichzeitig mit dem Ball beim Quarterback. Highlight aus Kölner Sicht: kurz vor Ende des ersten Spielviertels eine Interception an der eigenen 22 Yard Linie, als Kölns Defenseback Florian Hölsken einen Pass von Dresdens Spielmacher Zackerey Geenlee mustergültig abfing. Beim Stand von 0:0 wurden zum ersten Mal die Seiten gewechselt.

Danach zunächst das gleiche Bild, die Verteidigungen schienen ihr Ding zu spielen und die Angriffsreihen kamen nicht zu ihren Momenten. Allerdings war auffällig, dass im Gegensatz zum ersten Abschnitt inzwischen Kölns Laufwunder Colby Goodwyn vermehrt zum Einsatz kam und auch wieder beachtliche Läufe zeigen konnte. Ein weiteres Highlight der Kölner Verteidigung folgte durch Kölns Defenseback Mark Scherenberg. Erneut stark unter Druck, verloren die Dresdner den Ball und Scherenberg sicherte diesen Fumble an der Kölner 2 Yard Linie für seine Farben. So verlief auch der zweite Abschnitt weiterhin punktelos bis die Dresdner in der Folge nochmals bis an die Kölner Endzone herankamen, es jedoch nicht vermochten, diese zu überschreiten. Bei 1:52 Minuten, vor Ende der Halbzeit, markierte dann Monarchs Kicker Florian Finke aus 38 Yards mit seinem Fieldgoal die ersten Punkte der Partie zur denkbar knappen 0:3 Führung der Gäste. Dieses war denn auch der Halbzeitstand.

Nach der Pause änderte sich zunächst wenig, doch kam jetzt eine kurze Sturmphase der Gäste bei leichter einschleichender Konditionsmängel bei der aufopferungsvollen und äußerst effektiven Verteidigung. Zunächst markierte Dresdens Glen Mbeleg-Toonga mit seinem Lauf über 3 Yards den ersten Touchdown des Tages. Nach erfolgreichem Kick bauten die Gäste die Führung somit auf 0:10 aus. Nachdem Köln weiter nicht zu Punkten kam, war erneut der Dresdner Angriff am Zuge. Abschließend kamen die Sachsen durch Ihren Receiver Sow Cheikhou nach erfolgreichem Pass von Geenlee und erneut erfolgreichem Kick zur 0:17 Führung. Da auch im Schlussabschnitt wie zu Beginn des Spiels sich beide Teams wieder egalisierten, war dies letztlich auch der recht knappe Endstand.
 

Headcoach Patrick Köpper sagte nach der Partie, er sei froh keine weiteren Verletzten beklagen zu müssen. Aufgrund der momentanen Verletztenmisere mit sehr namhaften Ausfällen, besonders in den Lines, habe man sich mehr als beachtlich geschlagen.
Die Verteidigung habe hier wirklich alles gegeben und letztlich wieder in einer Specialteam Situation schlecht ausgesehen. Hieran gelte es, weiter zu arbeiten.
Auch in der Offense besteht noch Ausbaufähigkeit. Dies sieht Köpper aber weniger dramatisch, da Offense Koordinator David Odenthal und seine Crew bisher immer gezeigt haben, die richtigen Mittel für die jeweilige Spielsituation zu finden. Auch mit Conor Miller werde man noch viel Freude haben, versprach der Trainerfuchs.
 

Nächste Woche geht es für das Team der Cologne Crocodiles zum nächsten Auswärtsspiel nach Kiel zu den Baltic Hurricanes. Die Canes sind nach erst zwei Spielen mit einer Niederlage gegen Dresden (14:42) und einem Sieg gegen Düsseldorf (37:17) derzeit auf dem fünften Platz vor Berlin. Die Kölner befinden sich mit nun mehr vier Niederlagen vor den, bisher ebenfalls sieglosen, rheinischen Rivalen aus der Landeshauptstadt, auf dem derzeit vorletzten Platz.
 

Redaktion: Simone Krautmacher
Bildmaterial © Nadine Bartz (https://designicious.pixieset.com)

       

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