Hoffnungslos überforderte Crocodiles letztendlich mit gnädigem 35:12 gegen Dresden

Am Samstag hatte der Aufsteiger Cologne Crocodiles in Dresden bei den schon vor Spielbeginn als Tabellendritten feststehenden Monarchs einen schweren Stand. Mit nur 34 spielberechtigten Mann trat man in dem mit 576 km weitesten Auswärtsspiel der Saison an. Das Hinspiel in Köln vor drei Wochen konnten die Sachsen mit 21:49 souverän für sich entscheiden. Die Monarchs sollten letztendlich auch zuhause mit einem für Köln schmeichelhaftem 35:12 siegreich bleiben.

35786793353_e468e0d0ca_oZunächst lief für die Gäste aus dem Rheinland alles nach Plan. Nach dem gewonnenen Münzwurf kam man wie erhofft als Erstes in Ballbesitz. Mit Spielmacher Jan Weinreich in die Partie gestartet (Benjamin Mentges wurde wegen der dünnen Spielerdecke als Ballempfänger eingesetzt) überbrückte Kevin Anthony Parks zunächst fünf Yards in Richtung gegnerische Endzone. Doch die an diesem Tag sehr aufmerksame Verteidigung des Endrundenteilnehmers konnte diesem den Ball aus den Armen schlagen und für sich sichern. Kölns Verteidigung stand zu diesem Zeitpunkt jedoch ebenfalls noch gut dagegen und zwang die Gastgeber lediglich zu einem Fieldgoal Versuch von Kicker Florian Finke, der durch den großen Druck der Kölner jedoch scheiterte. In der Folge bewegte die von Koordinator David Odenthal nach vorne gepeitschte und von dem jungen Spielmacher Jan Weinreich geführte Offense der Kölner den Ball. Doch trotz aussichtsreicher Position und aufgrund persönlicher Fouls kam man selbst nur zu einem letztendlich auch noch geblockten Feldtorversuch von Kaan Aksen. Die Hausherren erreichten nach dem Kick mit einem sehenswerten Lauf von US Runningback Joe Bergeron über annähernd 70 Meter in der Folge mit einem kurzen Pass über die verbleibenden neun Meter auf Mike Schallo und erfolgreichem Kick die überfällige 7:0 Führung. Kölns Angriff hingegen wurde von der kraftvollen Verteidigung der Sachsen postwendend wieder vom Feld geschickt. Selbst erzielte man per Pass von Quarterback Garrett Safron über 30 Yard auf Empfänger Sebastian Sagne die bereits beruhigende 14:0 Führung. Köln schickte nun mit Trevor Alan Vasey einen Import auf die Quarterback Position. Doch dieser gönnte sich ohne nennenswerte Unterstützung seiner Offense Line nur ein kurzes Gastspiel und ermöglichte den Dresdnern noch vor dem ersten Seitenwechsel durch einen Wurf in des Gegners Arme eine bescheidene Ausgangslage. Die Sachsen schlossen in der Folge mit einem Lauf über 22 Yards von Joe Bergeron und anschließendem Extrapunkt von Florian Finke mit 21:0 zum vorentscheidendem Vorsprung.ab.

Dresden schickte bereits zu diesem frühen Zeitpunkt seine zweite Garde auf das Feld. Galt es doch auch, sich für die sicher erreichte Endrunde bei den Frankfurt Samsung Universe zu empfehlen. Der erste Touchdown-Pass auf Mike Schallo konnte von diesem zunächst nicht festgehalten werden. Aber in der Folge machte sein Mitspieler Sebastian Sagne es besser. Touchdown Nummer Vier und das Spiel war nach Extrakick von Florian Finke eigentlich schon entschieden 28:0. Auch Dresden gönnte sich noch eine Interception, die aber bis zur Pause nichts mehr ändern sollte.

36427873612_4569643c7f_oIm weiteren Verlauf häuften sich nun auch die Strafen und Unzulänglichkeiten auf beiden Seiten. Nun kam Köln Mitte des dritten Viertels verdient zum Anschluss. Nachdem Dean Tanwani den Ball weit in Richtung des Gastgebers getragen hatte, stand Kölns Martin Emos bei einem langen Pass von Jan Weinreich völlig frei und lief das letzte Stück zum Touchdown (PAT nicht gut 28:6). Von der Kölner Verteidigung um Headcoach und Defense Koordinator Patrick Köpper weit zurückgetrieben, sah der sächsische Spielmacher zuletzt keine andere Möglichkeit, als den Ball ohne Möglichkeit eines eigenen Passempfängers weg zu werfen. Durch diese Regelwidrigkeit noch weiter nach hinten geworfen, kam der Aufsteiger nochmals auf Höhe der Mittellinie an das Angriffsrecht ohne jedoch hieraus Kapital schlagen zu können.

36199794090_8eb322ba95_oIm letzten Viertel gelangen den Dresdnern zwar zunächst ebenfalls keine Punkte mehr. Jedoch ein Befreiungspunt spektakulär an Kölns 2 Yard Linie gestoppt werden. Aus dieser misslichen Lage blieb auf den Rheinländern am Ende nur die Möglichkeit, ihrerseits den Ball nach drei Versuchen wieder an die Hausherren per Kick zu übergeben. Ferras El-Hendi belohnte sich noch einmal für sein aufwendiges Spiel mit einem Pass über reichlich 40 Yard auf Chris Genau (PAT Finke 35:6). Und auch Köln sollte in diesem lange entschiedenen Spiel nochmal punkten: Erneut Martin Emos war es dann vorbehalten mit einem Touchdown Catch nach Pass von Jan Weinreich (PAT nicht gut 35:12) den aus Kölner Sicht versöhnlichen Schlusspunkt zu setzen.
Wichtig war am Ende eigentlich nur, dass sich auf beiden Seiten keiner mehr ernsthaft verletzte. Der diese Saison sicher wertvollste Spieler auf Kölner Seite, Kevin Anthony Parks, brach Anfang des letzten Viertels auf dem Feld dann für die Seinen besorgniserregend zusammen. Letztendlich war es aber doch wohl gottlob nur ein Krampf bei dem sympathischen US Boy. Die Monarchs stehen vor der schweren Auswärtsschlacht beim Südzweiten in Frankfurt im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft. Aufsteiger Köln steht nach dieser Niederlage als Tabellenfünfter fest. Zudem hat der nunmehr als Tabellenvierte etablierte Konkurrent Berlin Rebels gleichzeitig einen 35:21 Heimsieg gegen den Tabellenzweiten Kiel Baltic Hurricanes eingefahren. Nächsten Samstag folgt dann die nun sportlich zur Bedeutungslosigkeit verkommene Nachholpartie bei den Hildesheim Invaders als Saisonabschluss auf dem Programm. Für beide Teams geht es nur noch darum, sich ordentlich aus der Saison zu verabschieden. „In der Off-Season werden sich einige ernsthaft überlegen müssen, auf welchem Level sie bereit sind, unseren Sport ausüben zu wollen. Von vielen war dies in diesem Jahr – ungeachtet der sicherlich schwierigen Verletzungssituation – einfach zu wenig, um in der höchsten deutschen Spielklasse auf Dauer bestehen oder gar oben angreifen zu können.“, so Headcoach Köpper nach dem Spiel.

Am kommenden Samstag bestreiten die Cologne Crocodiles zum Abschluss der Vorrunde ihrer ersten GFL Saison das Ende Juli aufgrund Hochwassergefahr abgesagte Auswärtsspiel gegen die Hildesheim Invaders. Kick-Off im Eintracht Stadion, Philosophenweg, 31139 Hildesheim ist um 16:00 Uhr.

Bildquelle: Anja Weitz

       

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