Mit einem Bein im Oberhaus …

14352522_510990519096259_1005346126031773937_oDie Cologne Crocodiles sind ihrem seit 2009 avisiertem Ziel, endlich in der ersten Liga spielen zu dürfen, einen wesentlichen Schritt näher gekommen. Nach der in beeindruckender Manier errungenen Zweitligameisterschaft in der GFL2 Nordgruppe folgte nun am vergangenen Samstag Im Raubtiergehege der abstiegsgefährdeten und diese Saison bisher sieglosen Düsseldorf Panther der nächste Coup. In einem über weite Strecken einseitigen Spiel dominierten die Gäste aus der Domstadt fast nach Belieben den derzeit noch Erstligisten auf beiden Seiten des Balles eindrucksvoll. In einem hochkarätigem Spiel, welches trotz der im Vorfeld von allen Seiten medial zum Teil auch wieder hochgepeitschten historischen Rivalität, von beiden Seiten sehr fair geführt wurde, hatten die Hausherren nüchtern betrachtet nie den Hauch einer Chance zum Sieg. Wenngleich der „zu null“ Erfolg mehrfach wackelte ob der Klasse einzelner Akteure auf Pantherseite. Im Passspiel wirkte der Quarterback der Panther Manuel Engelmann aufgrund des  von Defense Koordinator und Headcoach Patrick Köpper erneut ser fokussiert aufgestellten Defense und somit steten Druck der Gäste eher glücklos. Wann immer er jedoch zum Lauf ansetzte, drohte Gefahr. Ein ums andere Mal waren mindestens zwei drei oder mehr Verteidiger von Nöten, um ihn von den Beinen zu holen. Die Crocodiles indes spielten von Anfang an einen sehr konzentrierten Football. Im ersten Drive der Panther konnten diese den Ball anfangs noch souverän über das Feld bewegen, wurden jedoch sodann in der Hälfte der Crododiles ohne Punkte gestoppt werden. Ein Fieldgoalversuch über 44 Yards von Düsseldorfs Kicker Daniel Schuhmacher ging in der Folge dann links an den Stangen vorbei. Im Gegenzug machten es die Gäste aus der „Nachbarstadt rheinaufwärts mit der großen Bahnhofskapelle“ besser und bewegten den Ball unter Führung von Quarterback Joao Krapohl unaufgeregt aber stetig, meist über US Runningback James Langford III, nach vorne. An der 4 Yardlinie der Landeshauptstädter gelangen dann Poppy Livers die ersten Punkte des Abends zur 0:6 Führung. Der Extrapunkt mißlang allerdings. Bei diesem Spielstand endete denn auch das erste Spielviertel.

Nach dem Seitenwechsel war es Kölns Runningback Glody Ngovo vorbehalten nach erneut kraftvollem Raumgewinn durch meist James Langford III den Ball in der Endzone der Panther zum 0:12 unterzubringen. Die Crocodiles Offense um Koordinator David Odenthal entschied sich zur Wiedergutmachung des verschossenen Extrapunkts im ersten Viertel für eine Two Point Conversion, die von Poppy Livers erfolgreich zum 0:14 Zwischenstand abgeschlossen werden konnte. Kurz danach folgte denn endlich eine gute und sehenswerte Aktion des Angriffs der Hausherren. Düsseldorfs Quarterback Manuel Engelmann fasste sich ein Herz und fand mit einem Pass über 40 Yards seinen Receiver Martin Emos, der im Hechtsprung das Spielgerät tief in der Kölner Hälfte sichern konnte. Nun waren die Panther am Drücker und standen kurze Zeit später vor den ersten Punkten. Kicker Daniel Schumacher schoß das Ei erfolgreich durch die Stangen. Aufgrund einer Regelwidrigkeit der Crocodiles erhielten die Panther jedoch vier neue Versuche an der Kölner 10 Yardslinie. Zwar schafften die Raubkatzen tatsächlich mit einem kurzen Pass über 10 Yards durch Engelmann den Touchdown. Jedoch wurde dieser aufgrund einer Strafe gegen die Panther aberkannt und musste 15 Yards weiter hinten wiederholt werden. Bei zwölf verbleibenden Sekunden wurde Quarterback Engelmann bei einem Lauf nach außen jedoch von den Krokodilen gestoppt und die Uhr lief zur Halbzeit herunter. „Der Spielzug war eigentlich ganz anders geplant, Manuel sollte schnell in die Endzone werfen“, erklärt Runningback Coach Francesco Mavaro später einen der Knackpunkte im Spiel und warum man sich nicht für ein Feldtor und wenigstens 3 Punkte zugunsten des direkten Vergleichs und einen evtl. offenen weiteren Spielverlauf entschieden hatte.

Nach der Pause waren die Reihen auf Seiten der Heimfans schon leicht gelichtet, hatten sich schon einige der 2.000 Zuschauer auf den Heimweg gemacht. Bei den Panthern ging in der Offense indes nichts mehr. Der Düsseldorfer Defense Back Michael Wallace konnte jedoch in der Verteidigung noch mit einer sehenswerten Interception auf Seiten des Erstligisten kurz für Begeisterung bei den noch verbliebenen Fans sorgen. Wenig später zeigte in Person des Defense Backs Till Janssen ein weiterer Panther Verteidiger mit einer spektulären Aktion für frenetischen Beifall. Er pflückte in der Folge einen langen Pass vom Kölner Quarterback Joao Krapohl mit einer Hand zur Interception herunter. Jedoch machte eine gelbe Flagge gegen die Gastgeber auch diese Aktion wegen eines geahndeten Regelverstosses fruchtlos zunichte. Die aufstiegsambitionierten und in dieser Form durchaus auch im Oberhaus ernstzunehmenden Crocodiles schafften mit einem abschließenden Lauf über 1 Yard von Glody Ngovo und anschließendem Extrapunkt durch Florian Mentges zunächst im dritten Abschnitt den 0:21 vorläufigen Zwischenstand. Vorangegangen waren diverse Pässe auf Max Reuter sowie immer wieder gefährliche kraftvolle Läufe von Crocodiles Eigenwächs Denis Dauben.

Im letzten Spielabschnitt folgten gegen nunmehr restlos überforderte Erstligisten noch das 0:27 durch Poppy Livers nach erfolgreichem Pass von Quarterback Joao Krapohl über 32 Yards und nach verschossenem Extrapunkt ein weiterer Touchdown mit einem 8 Yard Pass von Krapohl auf Max Reuter zum 0:33 sowie abschließend nach erfolgreichem Extrapunkt durch Noah Plöttner der 0:34 Endstand. Kurz vor Ende der Partie hatten die Kölner bei auslaufender Uhr sogar noch weitere 3 Punkte durch ein Fieldgoal auf dem Fuss, welcher jedoch aufgrund mangelnder Auszeiten bei auslaufender Uhr ganz knapp zu spät in die Luft der Landeshauptstadt gebracht werden konnte. Bei inzwischen leeren Rängen auf Gastgeberseite feierten die zahlreichen Fans, die die ganze Gegentribüne für sich eingenommen hatten, noch ausgelassen im Benrather Stadion den fast schon perfekten Aufstieg.

Am Ende mussten die Raubkatzen mit dem 0:34 im Hinspiel noch hoch zufrieden sein. Selbst die größten Optimisten auf Seiten der Panther mussten ihre Unterlegenheit in dieser Partie bei allen Hadereien mit der ein oder anderen Schiedsrichterentscheidung eingestehen und dem Gegner aus der Domstadt und Ihrer gezeigten Performance Respekt zollen.“Wir haben jetzt einen fürchterlichen Knock-Out bekommen. Nun müssen wir wieder aufstehen und uns mit einem anständigen Spiel am 2. Oktober in Köln aus der GFL verabschieden“, realisierte Panther Offense Line Trainer Roland Wolff den Spielverlauf. Die Crocodiles hoffen bei eigener Festigung in der ersten Liga auf eine baldige Rückkehr des rheinischen Lieblingsrivalen.

Am 02.10.2016 steigt nun in der heimischen Bezirkssportanlage Chorweiler, Merianstraße (Kick Off 14:30 Uhr!), nun die entscheidende Aufstiegsschlacht der beiden langjährigen Rivalen. Sollten die Panther die 34 Punkte aus der Heimspielniederlage nicht aufholen können, stehen die Crocodiles als Aufsteiger in die höchste deutsche Spielklasse der GFL 2017 fest und könnten in den Feiertag der Deutschen Einheit endlich die erfolgreiche Saison feiern. Hierfür hoffen die Crocodiles auf ein volles Haus und die lautstarke Unterstützung ihrer unzähligen Fans. Domstadtfootball, das Original ist grün-gelb! Und mit Eurer Unterstützung hoffentlich bald wieder erstklassig.

Bildquelle: FootballPix + Hubert Bädorf

       

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