Spielbericht GFL: Amsterdam Crusaders vs Cologne Crocodiles

Nach dem erfolgreichen und intensiven Trainingscamp Mitte des Monats fuhr der Tross der Erstligamannschaft der Cologne Crocodiles am Morgen des vergangenen Karsamstag zu ihrem sehnlich erwartenden Vorbereitungsspiel nach Amsterdam. Endlich konnte man sich auf dem Feld nach den vielen Trainingseinheiten und Scrimmages unter Spielbedingungen präsentieren. Die Amsterdam Crusaders, ihrerseits in der Europaliga ambitioniert und seit Jahrzehnten eine der ersten Adressen im europäischen Football luden sich zu ihrem offiziellen Eröffnungsspiel der neuen Kunstrasen-Heimstätte im Sportpark Niew Sloten, Amsterdam, niemand geringeren als den traditionsreichen einzigen NRW Vertreter und Vorjahresfünften in der GFL Nord aus der Domstadt ein.

Von Beginn an zeigten beide Teams, dass es sich zumindest auf dem Feld um ein auf Sieg ausgelegtes Kräftemessen und nicht ein freundschaftliches abtätscheln handelt. Die Crocodiles begannen die Partie mit dem Kick-Off und so kamen die Gastgeber mit ihrem Angriff aufs Feld. Nach nur drei Spielzügen wurden die Niederländer von der auch diese Saison erneut starken Verteidigung der Rheinländer zum Punt gezwungen. Dieser konnte dann umgehend bis an die gegnerische 30 Yardline zurückgetragen werden. Über ein Fieldgoal von Kicker Neuzugang Dominik Gröne zur 0:3 Führung kamen die Rheinländer aus dieser Situation jedoch noch nicht heraus. Im nachfolgenden Angriff der Crusaders verloren diese nach einem langen Pass den Ball, der von der aufmerksamen Kölner Verteidigung gesichert werden konnte. Nach langem Palaver zwischen der Schiedsrichtercrew wurde der erfolgreiche und regelgerechte Ballverlust jedoch aufgrund eines fehlerhaften Pfiffs der Referees wieder revidiert und Amsterdam blieb mit viel Dusel in Ballbesitz mit einem 1st and 10 an der Kölner 11. Dich auch hier blieb es bei einem Feldtor zum 3:3 Ausgleich. Beide Teams egalisierten sich in der Folge und beide Teams wurden zu einem Punt gezwungen. Kurz vor Ende des ersten Viertels gelang den Crocodiles dann mit einem perfekten Pass von Quarterback Jan Weinreich über das halbe Feld auf Noah Aarass der Touchdown und nach erfolgreichem Kick wurden beim Stand von 3:10 zum ersten Mal die Seiten gewechselt.

Auch im zweiten Abschnitt dominierten die Kölner über weite Strecken das Spiel. Erneut in der gegnerischen Hälfte versuchte Jan Weinreich geistesgegenwärtig mit einem spektakulären Pass den nächsten Touchdown anzubringen, hatte er doch registriert, dass die Crusaders sich beim Snap in der neutralen Zone befanden. Aufgrund des Regelverstosses hielt sich daher die Frustration über den Umstand, dass dieser somit als Free Play ausgeführte Pass angefangen wurde, in Grenzen. Schlimmer noch aus Sicht der Gastgeber wog jedoch in dieser Situation, dass man auch noch aufgrund einer Passbehinderung weitere 15 Meter näher an der eigenen Endzone gezwungen war, diese zu verteidigen. Erneut wurde Noah Aarass in der Endzone gefunden und es stand nach wiederum erfolgreichem Kick 3:17 für die Domstadtfootballer. Die Hausherren rannten erneut gegen das von Headcoach und Defense Coordinator eingestellte Bollwerk der Kölner Verteidigung an. Jedoch verloren sie erneut und zwar an der 35 Yardline den Ball. Der dieses Jahr in der Verteidigung eingesetzte Benjamin Mentges konnte das Spielgerät aufnehmen und zur zwischenzeitlichen 3:24 Führung nach Folgekick in die Endzone tragen. Nun schafften auch die heimischen Kreuzfahrer endlich einen Drive erfolgreich abzuschließen. Der Spielmacher der Hauptstädter fand seinen Receiver in der gut abgeschirmten Doppeldeckung zum 10:24. Auch hier war der Kick zum Point after Touchdown erfolgreich. Kölns Angriff versuchte noch mit geschicktem Clockmanagement zu erhöhen, scheiterte jedoch bei verbleibenden 17 Sekunden in der Halbzeit an der 5 Yardline mit einem abgewehrten Pass im vierten Versuch, bevor es in die Pause ging. (edited)

Die zweite Halbzeit begannen die Crocodiles mit ihrem Angriff, wurden jedoch erneut zu einem Punt gezwungen. Amsterdam sichtlich besser im Spiel als in Hälfte eins überbrückte die Kölner Verteidigung mit einem erfolgreichen Pass über 40 Yards zum 16:24. Der Kick geriet zu kurz. Nachdem der Kölner Angriff erneut gestoppt werden konnte, wurden auch die Crusaders wieder zum Punt gezwungen. Der Snap verunglückte jedoch nicht zum ersten und auch nicht zum letzten Mal an diesem Tag und der Kölner Angriff um ihren Offense Coordinator David Odenthal überbrückte die verbleibenden 30 Yards erneut mit Pass von Weinreich auf Aarass zum Dritten. Nach wiederum erfolgreichem Kick führte der Bundesligist mit 16:31. In der folgenden Angriffssequenz der Amsterdamer folgte dann ein unschöner Ausrutscher der ansonsten stets nicklig hart, aber fair geführten Partie, als ein niederländischer Spieler wegen unsportlichen Verhaltens frühzeitig zum Duschen geschickt werden musste. Auch aufgrund des folgenden Raumverlustes schafften die Crusaders es nicht, die notwendigen Meter zu erreichen, um ihren Drive am Leben zu erhalten. Erneut geriet die Ballübergabe zum Kick zu lang und Köln erhielt wieder nahe der Crusaders Endzone das nächste Angriffsrecht. Diesmal war es der in Kölner Reihen spielende Theo Groenendaels der per Lauf erhöhte und so wechselte man bei 16:38 zum letzten Mal die Seiten.

Nachdem im letzten Spielabschnitt Amsterdam zunächst weiterhin nicht erhöhen konnte, kam erneut der Kölner Angriff aufs Feld. Doch nicht zuletzt durch Strafen über 30 Yards behindert, kam man letztlich nur noch bis an die 5 Yardline. Hier hielt Amsterdam jedoch dicht. Den Schlusspunkt im Punktereigen setzten dann die Gastgeber mit einem erfolgreichen Kurzpass zum 22:38 Endergebnis. Zum Abschluss der Partie gelang Crocodiles Verteidiger Michael Muntu noch eine Interception an der 30 Yardline, bevor Jan Weinreich zum verdienten Sieg abkniete.

Die Kölner Trainer um Headcoach Patrick Köpper betonten nach der Partie nochmal unisono, dass bis zum Saisonbeginn am 21.04. gegen Kiel in Köln Höhenberg (Achtung Samstag, Kick-Off 18:00 Uhr!) zwar noch einigen Feinschliff benötige. Insgesamt habe man aber gesehen, dass man auf einem guten Weg ist. Auch auf die ein oder andere Überraschung bis zum Saisonstart machte der Chefstratege der Kölner schonmal neugierig.

 

Bildquelle © Bob de Calonne

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