Spielbericht GFL – Crocodiles unterliegen in Braunschweig nach starkem Auftritt 42:21

Um 17:27 Uhr am Sonntag hob Hauptschiedsrichter Thomas Denker den Ball zum letzten Mal für diesen Nachmittag in den Braunschweiger Himmel. Die Cologne Crocodiles waren zu Gast beim Deutschen Vizemeister und seit nunmehr vier Jahren amtierenden Europameister New Yorker Lions Braunschweig. Der Gastgeber hatte diesen Spieltag zum „White out Game“ erkoren und verteilte an die ersten Tausend der 3.112 Zuschauer weiße T-Shirts, welche auf der Rückseite die beiden Teamlogos der Kontrahenten dieses Matches zierten. Deutlich verbessert und vor allem mental stark präsentierten sich die Domstadtfootballer vor ihren mitgereisten „Cheerdance“ sowie den zahlreichen Fans, welche natürlich mit Trömmelchen ausgerüstet allesamt in traditionellem grün die bereits nach kürzester Zeit gefürchtete „Grüne Wand“ auf der Gegentribüne bildeten. Nach einer starken Mannschaftsleistung musste man sich am Ende aber mit einem respektablen 42:21 auf den Heimweg machen.

Die Crocodiles durften auch diesmal wieder die Partie mit dem Kick Off eröffnen. Doch die von Headcoach und Defense Koordinator Patrick Köpper saustark eingestellten Verteidigungsreihen schickten den Angriff der Gastgeber gleich nach drei Spielzügen wieder vom Feld. Bereits vor dem ersten Spielzug sah sich Löwentrainer Troy Tomlin mit sichtlichem Unmut gezwungen, ein erstes Time Out zu nehmen ob dem was er sah. Doch auch die ersten Kölner Angriffsbemühungen sollten nicht fruchten. Nachdem man sich also artig den Ball ein paar Mal hin und her puntete, schlug die Stunde von Braunschweigs Star Runningback David McCants. Mit einem kraftvollen Lauf beförderte er den Ball über 61 Yards an die Kölner 4 Yard Linie. Diesen Abstand überwand dann sein Kollege Backup Anthony Darkangelo und nach erfolgreichem Zusatzpunkt von Kicker Tobias Goebel führte der Gastgeber 7:0. Nachdem Köln mit seinem Angriff um Offense Koordinator David Odenthal in Folge erneut gezwungen war, den Ball abzugeben folgte noch im ersten Abschnitt der nächste erfolgreiche Angriff der Lions. Spielmacher Jadrian Clark fand mit einem starken Pass seinen Receiver Paul Bogdann nach 60 Yards zum erneuten Touchdown. Erfolgreicher Kick und 14:0 Führung.

Nach dem Seitenwechsel sollte in Kölns Angriff weiterhin nicht so richtig Schwung aufkommen. Crocodiles Quarterback Bradley Strauss wurde unter den Augen seiner mitgereisten Freundin bereits zum zweiten Mal von Lions späterem MVP Mete Konya hinter der Linie zu Boden gebracht, ohne dass dieser den Ball noch verwerten konnte. Nach erneutem Befreiungskick überwanden die Gastgeber durch geschicktes Wechselspiel von Kurzpässen und Läufen erfolgreich den Abstand zur Kölner Endzone. Doch der Quarterback der Löwen Jadrian Clark fand mit seinem nächsten Pass etwa an der 35 Yard Linie der Crocodiles Kölns aufmerksamen US Linebacker Tucker Stanley. Dieser sagte artig danke und lief grandios geschützt von seinen Mitstreitern die 65 Yards zurück in die Endzone der Löwenstädter. Der erneut präzise Noah Plöttner erhöhte zum knappen 14:7 Anschluss. Zu diesem Zeitpunkt war bezeichnend, dass auch die Punkte nun von der starken Verteidigung der Rheinländer kamen und nicht vom Kölner Angriff. Doch wie so oft in dieser Saison folgte auf den Anschluss gleich wieder ein derber Rückschlag. Die Lions überwanden das Feld und schlossen mit einem Kurzpass über die letzten 6 Yards auf Nicolai Schumann zum 21:7 nach ebenfalls gutem Kick ab. Der folgende Kick Off konnte von den Kölnern nicht kontrolliert werden und Christoph Wahl sicherte diesen an der 17 Yard Linie der Gäste für den Europameister. Schnell wurde dieses Missgeschick nach zwei Spielzügen eiskalt mit einem weiteren 6 Yards Pass in die Kölner Endzone auf Nicolai Schumann und erneutem Zusatzpunkt zur 28:7 Halbzeitführung bestraft. Kurz vor dem Seitenwechsel gelang den Gastgebern noch, einen Pass von Kölns Spielmacher Bradley Strauss an der eigenen 15 Yards Linie abzufangen. Die restlichen Sekunden zur Pause ließen die Lions auslaufen.

Nach der Pause an diesem heißen Sonntagnachmittag folgte gleich der nächste abgefangene Pass durch die Abwehr der Löwen. Und David McCants erhöhte letztlich mit einem 24 Yards Lauf und nach Zusatzkick auf 35:7. Doch nun reihte sich endlich auch der etwas besser in Tritt kommende Angriff des einzigen NRW Vertreters in der höchsten deutschen Footballklasse ein und punktete ihrerseits. Quarterback Bradley Strauss selbst überbrückte mit einem Lauf die letzten 8 Yards in die gegnerische Endzone zum zwischenzeitlichen 35:13. Aus der Not einer missglückten Ballübergabe versuchte man erfolglos für zwei Punkte zu gehen. Kölns Verteidigung konnte im Anschluss die erwartet starken Lions zu einem Feldtorversuch zwingen. Dieser wurde jedoch verschossen und ging links an den Stangen vorbei. Zum letzten Mal wurden nun die Seiten gewechselt.

Der vierte Spielabschnitt ging dann vom Ergebnis sogar knapp an die Kölner. Doch zuerst überwand der Spielmacher der Löwen die Hintermannschaft der Crocodiles Verteidigung erneut und fand seinen Empfänger Justus Holtz zu einem 60 Yards Touchdown. Auch hier gelang der Kick zur vorentscheidenden 42:13 Führung. Den Schlusspunkt setzte aber der einmal mehr eingesetzte Kölner Spielmacher Jan Weinreich. Zunächst fand er Wurf um Wurf seinen Receiver Dominic Gröne. Mit dem vierten Pass auf Gröne über die letzten 24 Yards erhöhten die Gäste hoch verdient zum 42:19. Für den Abschluss sorgte dann Jan Weinreich selbst mit einem Lauf zur erfolgreichen Two Point Conversion und dem letztlich versöhnlichen 42:21 Endstand.

Die Kölner zeigten anders als etwa noch vor Wochenfrist von Beginn an, dass sie unbedingt alles geben wollten, um zu zeigen, dass sie nicht gewillt sind als leichte Beute in Braunschweig angereist zu sein. Letztlich wäre mit etwas mehr Fortune auf Seiten des anfangs harmlosen Angriffs sogar mehr drin gewesen. Cheftrainer Patrick Köpper war dennoch zufrieden mit der im Verhältnis zu den beiden enttäuschenden Niederlagen der vergangenen Wochen in Berlin und zuhause gegen Dresden gezeigten deutlichen Verbesserung der Einstellung. Auch die sehr guten Trainingseinheiten unter der Woche zeigten erste Früchte. Hierauf soll in der nun folgenden Sommerpause aufgebaut werden, um in den verbleibenden fünf Partien noch den ein oder anderen Sieg in Richtung Play Offs einzufahren. Mit nunmehr 11:7 Punkten steht man weiterhin auf Platz vier in der Gruppe Nord, nachdem der direkte Verfolger Potsdam Royals am Samstag überraschend 0:14 gegen den Tabellenvorletzten Hildesheim Invaders und mit 8:10 Punkten auch den Anschluss etwas verloren hat.

Das nächste Heimspiel findet nach der Sommerpause wieder am Samstag (!), den 04.08.2018, in Höhenberg statt (Kick-Off 18:00 Uhr). Die Crocodiles freuen sich dann auf das Rückspiel eben gegen die Berlin Rebels um möglichst die 13:34 Scharte aus dem Hinspiel auszuwetzen und ihren treuen Fans wieder einen Heimsieg präsentieren zu können.

 

Bildquelle: Nadine Bartz (mehr Bilder: https://designicious.pixieset.com)

       

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