Spielbericht GFL – Punkteteilung in Kiel

Samstagabend fand für die in dieser Saison noch ungeschlagenen Footballer der Cologne Crocodiles bereits im dritten Saisonspiel das Rückspiel gegen den Eröffnungsgegner Kiel Baltic Hurricanes im Kilia Stadion an der Förde statt. Mit dem Hinspielerfolg und der nervenstarken 41:42 Leistung vergangenes Wochenende in Potsdam reiste der einzige NRW Vertreter in der höchsten deutschen Spielklasse als Tabellenvierter an. Die Gastgeber entschieden sich nach der 32:14 Auftaktniederlage in Köln, einem 24:14 Sieg bei Schlusslicht Hamburg, der 6:17 Pleite im Heimspiel gegen die Berlin Rebels und der zuletzt 3:42 Niederlage bei Vizemeister Braunschweig kurzfristig neue Impulse zu setzen, wollte man die Saison nicht früh herschenken. So wurden die Norddeutschen nochmals auf dem Transfermarkt tätig und holten mit Lenorris Footman einen vielversprechenden weiteren Spielmacher vor dem nunmehr zum Backup degradierten bisher glücklosen Clayton Turner. Footman landete erst am Spieltag in seiner neuen Heimat.

Zunächst begannen die Gastgeber nach dem Münzwurf bei wiederum bestem Footballwetter mit dem Kick Off und überließen somit den Gästen aus dem Rheinland die erste Angriffssequenz. Höchst fokussiert und ob der Anreise am Vorabend ausgeruht begab sich der Aufsteiger des Vorjahres auch gleich auf den Weg in die gegnerische Endzone. Von Spielmacher Bradley Strauss erneut abgeklärt geführt, schloss man gleich durch Lauf von US Runningback Shayeen Edwards zum ersten Touchdown des Tages ab. Der Snap zum folgenden Kick misslang jedoch und so entschied sich Dominique Martin erst gar nicht zu korrigieren, sondern lief für weitere Punkte erneut in die Kieler Endzone zur frühen 0:8 Führung. Im weiteren Verlauf konnte die in Bezug auf das vorangegangene Potsdam Spiel deutlich besser agierende Verteidigung um Headcoach und Defense Koordinator Patrick Köpper die Gastgeber stoppen und zu einem Punt zwingen. Aber auch die Hurricanes Defense zeigte ihre Klasse und machte enorm Druck. Kölns Quarterback Bradley Strauss verlor den Ball zu seinem ersten Ballverlust in Deutschland und Kiel kam in aussichtsreicher Position erneut in Ballbesitz. Zum Glück der Gäste konnte dieses Turnover jedoch nicht genutzt werden. Im nächsten Drive machte es der Kölner Angriff dann wieder besser Bradley bediente seinen Wide Receiver Olaf Fries mustergültig mit einem Pass über 24 Yards in der Kieler Endzone und nach erfolgreichem Kick von Crocodiles Eigengewächs Noah Plöttner zur 0:15 Führung. Bei diesem bis hierhin beruhigenden Zwischenstand wurden denn auch zum ersten Mal die Seiten gewechselt.

Nun betrat auch Neuzugang Lenorris Footman an seinem Anreisetag die Bühne und übernahm die ihm angedachte Position des Spielmachers in beeindruckender Manier. Gekrönt wurde sein Debüt dann auch direkt mal mit einem 62 Yard Touchdown Lauf, mit dem er die Gäste aus dem Rheinland sowie die Heimfans gleichsam beeindruckte. So stand es nach erfolgreichem Kick von Tim Albrecht „nur“ noch 7:15 aus Sicht der Domstädter. Ansonsten sollten sich die Teams egalisieren, so dass dies auch gleich den Pausenstand markierte.

Nach der Pause erhielten zwar zunächst die Gastgeber den Ball, konnten jedoch erneut zum Punt gezwungen werden. Dieser landete jedoch wie oft an diesem Nachmittag nahe der eigenen Endzone und somit für einen weiten Weg übers Feld und der Chance auf weitere Punkte. Doch Bradley Strauss fand einmal mehr den neben seinen übrigen Receiver Kollegen ebenfalls wiederum herausragenden Ramin Akhlaghi über 50 Yards quer übers Feld an der Seitenlinie. Die restlichen 30 Meter in die Endzone erlief dann erneut US Kraftpaket Shayeen Edwards zu seinem zweiten Touchdown des Tages. Nach erneut sicherem Zusatzversuch von Noah Plöttner (ent?)eilte man zum vom zahlreich und lautstark angereisten Kölner Anhang umjubelten 7:22 Zwischenstand. Doch die Gastgeber hatten nicht vor, sich zu ergeben. Im Gegenteil merkte man doch den Ruck und die Zuversicht durch das gesamte Kieler Team und seinem Gefolge gehen, welche der Neuzugang zu wecken vermochte. So wurde der Hurricanes Star Runningback Khristophur Francis für 73 Yards von der glücklos auf dem falschen Fuß erwischten Kölner Verteidigung annähernd unbehelligt erfolgreich übers Feld geschickt. Wiederum einen Kick später bejubelte der Kieler Anhang den 14:22 Anschluss bevor zum letzten Mal die Seiten gewechselt wurden.

Auch im Schlussviertel hielt das spannende Niveau des Spiels mit Chancen auf beiden Seiten. Doch letztendlich sollte es erneut Spielmacher Lenorris Footman auf Kieler Seite sein, der mit einem weiteren Pass diesmal Jean-Claude Madin Cerezo über 26 Yards in der Kölner Endzone fand. Sich einem Déjà-vu der Vorwoche ausgesetzt sehend, musste der Kölner Fanclub sowie das gesamte Team der Rheinländer auch noch mit ansehen, wie Hurricane Wide Receiver Lukas Rehder für zwei Punkte in die Kölner Endzone zum 22:22 Ausgleich eintauchte. In der nun folgenden knisternden Endphase des Spiels drängte der Vorjahreshalbfinalist unbedingt auf den Sieg. Doch Köln warf alles entgegen, um zumindest das Unentschieden über die Zeit zu retten oder sogar noch zu dem entscheidenden Fehler zum eigenen Sieg zu drängen. Doch nochmal in Ballbesitz forcierten die Baltic Hurricanes einen weiteren Ballverlust des Kölner Angriffs bei noch etwa einer Minute Restspielzeit. Letztendlich konnte man aus Kölner Sicht somit zufrieden sein, mit einem letzten abgefangenen Pass von Footman durch Jordi Brugnani weiterhin ungeschlagen in der Saison 2018 geblieben zu sein und versöhnlich zumindest einen Punkt mit in die Domstadt genommen zu haben.

Selbstverständlich waren sich die beiden Headcoaches Patrick Köpper und sein Gegenüber Dan Disch auf der nachfolgenden Pressekonferenz einig darin, nicht so recht zufrieden zu sein mit der Punkteteilung. „Wir haben heute schon einiges besser gemacht, als noch vor Wochenfrist, jedoch gibt es noch einiges zu tun mit diesem jungen Team, um oben anzuschließen. Gut ist selbstverständlich, dass wir bei annähernd gleicher Schiedsrichtercrew wie in Potsdam diesmal deutlich disziplinierter agierten und so mit weniger Strafen aus dem Spiel gegangen sind (9 für 55 KBH : 4 für 30 CC). Es bleibt aber auch diese Woche wieder festzuhalten, dass uns noch der nötige Killerinstinkt fehlt, um im richtigen Moment den Sack zuzumachen.“, so Kölns Headcoach Patrick Köpper abschließend. Das Ergebnis lässt den Kölnern weiterhin alle Möglichkeiten auf ihrem erstrebten Weg in die Play Offs offen, ebenso wie den erneut sympathischen und sich stets fair präsentierenden Hurricanes. Durch den Spielstand steht Kiel auf dem sechsten Platz der Tabelle vor Hildesheim und den Hamburg Huskies. Köln klettert mit nunmehr 5:1 Punkten nach dem zeitgleichen Sieg der Potsdamer bei den benachbarten Berlin Rebels auf den dritten Platz vor eben Berlin und Potsdam und hinter dem zweitplatzierten Dresden und erneut Spitzenreiter Braunschweig.

Kommendes Wochenende haben die Crocodiles nochmals spielfrei, bevor dann am Samstag 02.06.2018 im Flughafenstadion des Sportparks Höhenberg das zweite Heimspiel der noch jungen Saison gegen die Hildesheim Hurricanes stattfindet (Kick Off 18:00 Uhr, Einlass ab 16:30 Uhr). #Domstadtfootball #Leave Nothing!

Bildquelle: Nadine Bartz (weitere Bilder)

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