Unbedingter Wille und Teamgeist siegt bei starken Royals

PotsdamRoyals_Defense12016Das Team des Zweitligisten der Cologne Crocodiles reiste bereits am Samstag, zu ihrem zu Recht als extrem anspruchsvoll eingestuften Auswärtsspiel, bei dem hinter den tabellenführenden Crocodiles und den mit einem Spiel weniger, aber bereits das Hinspiel gewonnenen, Paderborn Dolphins wartenden starken Tabellendritten mit dem nötigen Respekt, an.
Das Spiel gestaltete sich denn auch von Anfang an sehr turbulent. Die Kölner erhielten als erstes den Ball und starteten mit ihrem Angriff an der eigenen 21 Yardline. Doch irgendwie wollte zunächst aus Kölner Sicht nicht viel funktionieren. Sehr früh wurde ein Pass des Kölner Spielmachers Joao Krapohl von der sehr guten und hoch motivierten gegnerischen Verteidigung abgefangen und zum vermeintlichen Touchdown zurück getragen. Doch zum Glück für die immer noch offensichtlich konsternierten Gäste, wurde dieser von den Unparteiischen wegen einem geahndeten Regelverstoß nicht gewertet. In der Folge wurde der Kölner Angriff wieder durch die Hausherren gestoppt. Die Royals schickten sich sodann an, die zu diesem Zeitpunkt deutlich sichtbare vermeintliche Überlegenheit nunmehr auch zählbar auszuspielen. Doch die Gäste wollten sich so einfach nicht geschlagen geben und zwangen den Gegner, lediglich ein Fieldgoalversuch zu riskieren. Dieser ging jedoch aufgrund des aufgebauten Drucks der Verteidiger rechts ans Gestänge und prallte von dort nach vorne unzählbar ab. Doch auch der folgende Angriff der Rheinländer konnte weder mit Lauf noch durch die Luft für entsprechende Entlastung sorgen. Im wiederum vierten Versuch sahen sich die Crocodiles um Offense Coordinator David Odenthal gezwungen, sich per Punt vom Ball zu trennen. Dieser Versuch mißlang aus Kölner Sicht aber ebenfalls gründlich und wurde von den Gastgebern, zu dem zu diesem Zeitpunkt mehr als fälligen und hoch verdienten 7:0 Führung, nach erfolgreichem Extrapunkt genutzt. Der folgende Angriff der Kölner konnte von der weiterhin hellwachen starken Potsdamer Verteidigung zu einem Ballverlust per Fumble gestoppt werden.

Nach dem ersten Seitenwechsel kamen die Kölner im zweiten Viertel jedoch merklich besser ins Spiel. Genau in dieser Phase wurde jedoch der Kölner Quarterback Joao Krapohl Anfang des Viertels beim Versuch, den Ball selber zu laufen, so unglücklich verletzt, dass er für den Rest des Spiels ausfiel. Der eingesetzte Ersatzspielmacher Benjamin Mentges fand direkt im Anschluss mit einem Traumpass über etwa dreißig Meter seinen Empfänger zum erneuten First Down. Die Brandenburger Verteidigung hielt jedoch dagegen, so dass die Kölner sich im vierten Versuch für ein Feldtorversuch entschieden und das Ergebnis nach erfolgreichem Kick von Florian Mentges auf immerhin 7:3 verkürzten. Mit diesem mehr als knappen, aber den Spielverlauf korrekt wiedergebenden Ergebnis ging es dann auch schon in die Pause. Beide Teams hatten auf beiden Seiten des Balles bisher ungefähr 60 Spielzüge absolviert und sich weitestgehend gegenseitig neutralisiert.

Der Kölner Quarterback wurde Ende des zweiten Spielabschnitts bis durch die Halbzeit u.a. von den wie immer proffessionell und aufopferungsvoll agierenden Betreuern und den versierten Sanitätskräften vor Ort versorgt und konnte zur Erleichterung aller nach Spielende auch gemeinsam mit dem Team wieder zurück fahren. Aufreger auf Kölner Seite waren in der ersten Hälfte neben dem nicht geahndeten Angriff auf den Quarterback, ein von der Crocodiles Verteidigung nach Abprall vom geplanten Receiver regelgerecht abgefangener Pass des Royals Spielmachers, der aufgrund eines unabsichtlichen verfrühten Abpfiffs der Schiedsrichter nicht gegeben wurde.
Nach Wiederanpfiff kamen denn auch die Gastgeber wieder in Ballbesitz, konnten jedoch von der besten Defense der Liga weiterhin am Punkten gehindert werden. Im Gegenzug hingegen schafften die Gäste aus dem Rheinland zwar durch einen Lauf des nunmehr als Quarterback eingesetzten Benjamin Mentges den Touchdown zur 7:9 Führung. Der Extrapunktversuch wurde jedoch geblockt und nur mit Mühe ein Return durch die Potsdamer verhindert. Der folgende Angriff der Royals sorgte denn gleich wieder für Unruhe auf Kölner Seite. Durch Laufspiel des Amerikaners Derek Elliot, der bis in die Kölner Endzone hervordringen konnte, hatten die Königlichen zur 13:9 Führung ausbauen können. Die folgende 2-Point-Conversion wurde jedoch gestoppt.
Zum letzten Mal wechselten die Seiten und was jetzt kam, wird wohl keiner der Anwesenden so schnell wieder vergessen. Köln schaffte nach erfolgreicher Ballübergabe von Benjamin Mentges an Eigengewächs Glody Ngovo und geglücktem Extrapunkt durch Kicker Florian Mentges den Führungswechsel zum 13:16. Nach vier Versuchen musste sich die Offensive der Königlichen wieder vom Ball trennen und dem Angriff der Crocodiles erneut das Feld überlassen. Diese bewegte den Ball durch gekonntes Wechselspiel von Lauf und Pass auch erneut souverän über das Feld, wurde jedoch am Touchdown gehindert. Köln entschied sich nun ihrerseits für einen Feldtorversuch durch Florian Mentges für weitere drei Punkte. Doch auch dieser misslang aus Sicht der Krokodile. Es waren noch drei Minuten verbleibende Spielzeit, als der Potsdamer Angriff wieder in Ballbesitz kam. Die Königlichen arbeiteten sich von der eigenen 20 Yardlinie vor bis zur Crocodiles 24 Yardlinie. Hier wurden die Angriffsbemühungen jedoch unsanft gebremst. Bei noch einer Minute verbleibender Spielzeit spielten die Brandenburger den vierten Versuch aus, konnten jedoch wiederum von der Kölner Verteidigung gestoppt werden. Köln hätte nun trotz zwei verbleibender Auszeiten auf der Gegenseite das Spiel bei weiteren vier Versuchen zum Sieg abknien und die Uhr auslaufen lassen können. Nicht jedoch bei den Krimifreunden aus der Domstadt. Ersatz-Quarterback Benjamin Mentges entscheidet sich zunächst für einen Lauf. Es folgt eine die Zeit anhaltende Strafe gegen Köln, die Potsdam zu Gunsten des Verlustes des Versuches ablehnt. Es folgte der zweite Versuch, den Köln nun abkniete und Potsdam nahm erwartungsgemäß seine Auszeit. Der dritte Versuch brachte nicht den siegbringenden Raumgewinn für weitere vier Versuche. Potsdam nahm die letzte Auszeit und Köln musste sich nochmals per Punt vom Angriffsrecht trennen und auf seine starke Verteidigung setzen. Nach einem hohen Befreiungskick setzten die Gastgeber mit acht Sekunden Restspielzeit an der Crocodiles 45 Yardlinie zum alles entscheidenden letzten Angriff an. Der erste lange Pass in die Kölner Endzone konnte jedoch verteidigt und fast sogar von einem Kölner Abwehrspieler abgefangen werden. Die Uhr stand bei noch einer Sekunde. Der Potsdamer Spielmacher holte unter enormem Druck der Kölner Verteidigungsreihen zu einer erneuten Granate zum Sieg aus. Auch dieser Wurf bei nunmehr abgelaufener Spielzeit wäre fast wieder von den Crocodiles gesichert werden, trudelte jedoch unter lauten Erleichtungsrufen beim überglücklichen mitgereisten Kölner Anhang und der Teamzone zum letztlich verdienten 13:16 Auswärtssieg auf die Erde.
Ein sichtlich erleichterter Kölner Headcoach Patrick Köpper konnte seinen Mannen, ob der gezeigten Moral, daher nur Respekt und Anerkennung zollen. Letztlich blieb aber die Ermahnung, den Rest der Saison bei verbleibenden drei Spielen noch hoch konzentriert zu bleiben und die in der Vergangenheit manchmal schmerzlich vermisste Trainingsbeteiligung einzufordern. Kommenden Sonntag steht für die Crocodiles bereits die nächste Ausfährtsfahrt in die Nähe von Bremen bei den Ritterhude Badgers an. Auch wenn der Aufsteiger mit bisher nur zwei Siegen ein anderes Kaliber sein dürfte, muss der Tabellenführer äußerst konzentriert zu Werke gehen, um nicht ins Straucheln zu geraten.
       

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